Liebe Leserinnen und Leser,

bitte nehmt beigefügten Link der Bild-Zeitung mal zur Kenntnis:

https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/scheitern-der-organspendereform-herzchirurg-empoert-ich-schaeme-mich-fuer-deutsc-67371594,view=conversionToLogin.bild.html

Willkommen in der Steinzeit, liebe Bundespolitiker/-innen!

Über 1 1/2 Jahre hatte es gedauert, bis es zur Abstimmung über die doppelte Widerspruchslösung gekommen war! Täglich versterben 3 Patienten auf der Warteliste! Etliche Patienten sind längst tot!

So eine realitätsverleugnete Politik hast du noch nicht erlebt!

Liebes Fernsehen, greift das Thema wieder mal auf!


Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünschte mir, ich könnte sagen und denken: "Vergib´Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"

Herr Prof. Dr. Gutmann, vor etlichen Jahren: "Wir lassen Patienten sterben, die nicht sterben müssten!".

Weißt die Bundespolitik nicht, was täglich auf den Stationen los ist? Ein Kampf um Leben und "Gehen lassen!".

Die Bild Zeitung drückt es in der heutigen Ausgabe passend aus - es wurde heute eine Diskussion über Leben und Tod geführt!

Auch ich hatte diese Worte mehrmals auf dieser Seite angeführt.

Wieder und wieder wird der Wartepatient in den A... getreten. Entschuldigung!

Wenn es einer Politik nicht gelingt, mehr Leben vor dem Tod zu bewahren, auch heute, an diesem Tag... dann finde ich keine Worte mehr!

Dafür hatte ich gestern nochmals Fernsehanstalten angeschrieben... dabei ist mir bewusst, dass ich dies schon einmal getan hatte, aus "verzweifelter Wut!".

Ich hoffe, es kommt mehr dabei raus, als diese Reform "Mist!".

8 Jahre Wartezeit für eine Niere!!! Mach´Dir das mal bewusst!!! 8 Jahre an der Dialyse musst du erst mal überstehen!!!

Alles im allem: Vieles bleibt beim Alten! Keine Reform, keine "große" Umänderung... nur Hausärzte in die Pflicht zu nehmen, die ohnehin keine Zeit für die Aufklärung bezüglich Organspenden haben!

Mein Hausarzt nimmt MICH, wenn es um die Aufklärung geht!!!

Entschuldigung, ich bin ---zensiert!---- 

  • Hilde Mattheis, SPD

  • Hermann Gröhe, CDU

  • Christian Lindner, FDP

Debatte über die doppelte Widerspruchslösung, Sitzung vom 16.01.2020

[Anmerkung: Die Bundestagssitzung über die doppelte Widerspruchslösung, Sitzung am 16. Januar 2020 ist unter "YouTube", www.youtube.com zu entnehmen.]

Liebe Frau Mattheis (SPD), lieber Herr Gröhe (CDU), lieber Herr Trittin (Grüne), lieber Herr Lindner (FDP)... und etliche Andere, die das Vergabesystem nicht umändern wollen,

sind Sie eigentlich bekennender Europäer? Auf meinem KfZ-Kennzeichen steht nämlich vorne und hinten eine Europa Fahne.

Sollte dies´ der Fall sein, bitte ich Sie deutlich zu erkennen, dass sämtliche europäische Staaten die Bundesrepublik Deutschland weit abhängen und somit bei weitem mehr Menschenleben retten können! In diesen Staaten gilt nämlich seit Jahren die Widerspruchslösung! Auch weiterhin hängen wir weit hinterher! Wollen wir uns hinter den anderen europäischen Staaten verstecken, ist es sinnvoll und pietätvoll sich von anderen Ländern vollkommen zu isolieren... und damit umso mehr Menschenleben auf´s Spiel zu setzen?! Wenn dies Ihre Annahme und Überzeugung ist, schreibe ich Ihnen: "Kein guter Schachzug für Politik allgemein!".

Zeigen Sie mir bitte diejenigen unabhängigen Staaten, bei denen die Widerspruchslösung seit mehreren Jahren gilt, Menschen auf die Straße gingen, es Proteste dagegen gab, Steine geworfen wurden und es zu Gewalt gekommen war!

Diese Länder werden Sie auch in Zukunft nicht finden, sie existieren insofern auch nicht!

Ich darf mit Bestimmtheit sagen: Diese Staaten sind um einiges weiter, wenn es um das Thema "Organspende" geht! Moderner? Nein, lebens"rettender"! Bis zu 84% der Bundesbevölkerung begrüßen die Organspende, eine erfreuliche hohe Quote wie nie zuvor! Ich denke, eben daraus muss man was machen, für das Leben schwer kranker Patienten! Spenden, wenn es keine Chance für einen selbst mehr gibt!  

"Man kann und sollte die Bevölkerung nicht bevormunden!", "Organspende darf nicht vom Staat verordnet werden", so waren unterschiedliche Stellungnahmen bei der Bundestagssitzung bezüglich der doppelten Widerspruchslösung!

"Eine Spende muss auch eine Spende bleiben", so waren Ihre Worte am 16.01., Frau Mattheis. Ja, eine Spende, die Leben rettet, wenn es darauf ankommt! Eben das ist "Organspende" auf den Punkt gebracht.

Dabei erkennen Sie nicht die extrem heikle Lage, die Bundesrepublik Deutschland ist am Boden, wenn es um Organspende geht! Wir, unser Land ist mitunter das einzigste, dei dem die Zustimmungslösung (noch gültig die Entscheidungslösung) in Kraft ist. Sind wir rückständig, altmodisch oder sturheil "gesetzestreu" mit der Idee Menschen vor dem Tod zu bewahren, nach dem eigenen Tod?

Sämtliche Transplantationschirurgen geben mir Recht, bei meinem Weg und Appell mit Nachdruck an die Bundespolitik! Sie hingegen verstecken sich hinter dem Selbstbestimmungsrecht, anstatt ein lebensrettendes Thema voranzutreiben. Immer, wenn ich verzweifelt und deprimiert bin fange ich an zu schreiben. Meine Stärken sind zwei Wörter, Worte, die andere aufrütteln: Das Wort!

Für meinen Fall verhalten Sie sich stur und berufen sich auf das Selbstbestimmungsrecht. Auch wenn die doppelte Widerspruchslösung eingeführt worden wäre, könnte man dieses Recht in vollem Umfang wahrnehmen, nämlich aktiv einer Organentnahme zu widersprechen!

Dieses Gesetz (Selbstbestimmungsrecht) wird vor das Weiterleben Anderer gestellt, ist Ihnen das bewusst?

In der Bundesrepublik Deutschland leben knapp 83 Millionen Menschen, im Jahr 2018 waren es lediglich 955 Spender. Mit welcher fiktiven Vorstellung blockieren Sie das Weiterkommen bezüglich der Organvergabe? 

Man kann noch soviel diskutieren, endlose und zähflüssige Debatten führen, noch soviel Informationsmaterial rausbringen - das Resultat, dass täglich Menschen sterben bleibt gleich! Ich möchte sie im gleichen Zug danach fragen, was tun Sie aktiv dagegen, auf politischer Ebene? Genug? Die Maßnahmen sollen bald greifen, oder "sind zuversichtlich, dass...!"? Was ist mit der Gegenwart und dem "Jetzt"?

In der Bundestagssitzung wurde schlicht eine Debatte um Leben und Tod geführt, ohne "Wenn und Aber"! Was muss sich zu diesem Zeitpunkt ein High Urgency Wartepatient denken, fühlt er sich maßlos im Stich gelassen von der Bundespolitik... und stirbt? Die Enttäuschung ist immens groß für ihn! Lassen Sie mich Ihnen schreiben, ich kenne die Nah-Tod Erfahrungen bestens!

Meine Lieben: Mein Hausarzt war erst gestern da und untersuchte meine Mutter. Gerade er kann das Abstimmungsverhalten vieler unserer Bundespolitiker keinesfalls nachvollziehen! Er benutzte die Wortwahl: "Das ist eine Schweinerei!".

Offenbar ist Ihnen diese dramatische Lage nicht bewusst, der Wartepatient hatte die größte Hoffnungen auf das Weiterleben... und jetzt? Jetzt bangt er weiter um sein Leben, jeden Tag, jede Sekunde, die Zeit, die ihm noch bleibt! Tick, tick, tick... bis schließlich der Nulllinienverlauf eintritt, wie viele verstorbende Patienten sind alltäglich politisch zu rechtfertigen, wenn überhaupt ein einziger?! Wissen Sie, wie viele Familien auseinandergerissen werden, nur weil kein, oder passendes Spenderorgan in Sicht war?

Und Sie feiern zu einem Zeitpunkt wieder "Wahlkampfpartys"? Makaber! Dabei sind "wir" gar nicht so verschieden, Sie arbeiten ca. 17 Stunden am Tag, ich für 350,00 € monatlich Pflegegeld bei gleicher Stundenanzahl. Gut. Mit mehr Pausen, als Sie sie haben, ganz klar!

Sie sind verwundert, warum ich Kaiser Commodus auf die Homepage gebracht hatte? Ich hatte einen Vergleich angeführt. Bundespolitiker entscheiden, ob sie den Wartepatienten bessere Chancen auf das Weiterleben einräumen möchten oder nicht! Es liegt, pardon lag in Ihren Händen!

Ich möchte Ihnen von meinem beruflichen Weg berichten: Betriebswirtschaft ist aus einer alten und stinkenden Pommes Bude Mc Dagobert´s zu machen, sprich, es wird eine umfangreiche Kosten und Nutzen, Gewinn und Verlust Rechnung aufgestellt! Bei der Zahl an verstorbenden Wartepatienten, als Punkt "Verlust" jedes Jahr muss ich Ihnen als BWL´er schreiben: "Fristlos entlassen!".

Ihre Reform "light", wie es die Bild Zeitung ausgedrückt hatte, ist für mich der Lage auf keinen Fall angemessen! Heute sterben statistisch 3 Menschen, das sollte Ihnen bewusst sein! Was mir einfällt, so etwas zu schreiben? Eine freche Behauptung meinerseits?

Ich kenne meine Chirurgen per "Du" und sie geben mir Recht (auch fachlich!), insofern mit meiner Wortwahl auf dieser Homepage! Eine Politik muss sich an der Praxis orientieren, die Praxis sieht seit zig Jahren anders und dramatischer aus, als man sie politisch vertreten kann... und doch getan hatte!

Liebes Fernsehen: Im TV wird die "Katze" gesendet, Talkshows, Roooobäährt... wenn ich Sie darum bitten darf, senden Sie nur einen Beitrag mit Nachdruck! "John Q." hatte Köpfe geöffnet! Ein Umdenken trat in den Köpfen von Unbefangenen hervor.

Es sterben täglich Menschen auf der Warteliste, voll mit Hoffnung und Panik wird gestorben... und in Berlin wird eine Organspenden Reform "light" rausgebracht! Frontal21 auf dem ZDF würde sagen: "Toll!".

Die doppelte Widerspruchslösung brodelte seit Jahren, die Chirurgen gaben der Bundespolitik seit Jahren Meldung über die Lage. Ein Tag, der 16. Januar 2020 zerstörte die besseren Chancen für die Patienten auf der Warteliste! Es ging und geht lediglich um bessere Chancen auf der Warteliste, jeder Mensch kann eines Tages gelistet werden!

Wer gewinnt die Diskussion auf politischer Ebene, der Chirurg, Politiker oder doch der Wartepatient, das schwächste Glied in der Kette?! Sicherlich keineswegs der Letztere!

Wir diskutieren immer noch um verstorbende, gesamthirntote Patienten als Überlebensspender! Und das sind in etwa lediglich 1% der gesamten Bundesbevölkerung! Etliche Personen nehmen leider immer noch an, bei lebendigem Leib "ausgeschlachtet" zu werden und dann doch nicht tot zu sein! Hierzu empfehle ich das Heft "Kein Weg zurück" von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), bezüglich der Hirntoddiagnostik, dem maßgebenden Kriteriums für eine Organentnahme!

Und es wird leider immer noch am alten System geklebt, rausgebracht wird ein "Reförm´chen", der Lage nicht angemessen! Shame on you! Sie hätten gleich auf "Karl den Großen" hören sollen!