Mama mit dem Hein´tjze auf´m Arm.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich, als amtierender "Hobbychirurg", aufmachen ist machbar, zumachen und zu überleben weniger, hatte schon in meiner Kindheit viel vor! Das Leben ist anders verlaufen, als ich mir vorgenommen hatte, planbar war leider äußerst wenig von meinen Vorhaben! Ich möchte hier, auf dieser Webseite insbesondere unseren Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn (MdB), anschreiben, mit den Worten:

Herr Spahn, Sie sprudeln vor Ideen und sicherlich guten Vorhaben in der Gesundheitspolitik, wie viele Ihrer Planungen lassen sich gesetzlich auch durchsetzen?! Was sicherlich nicht nur meinen eigenen Bereich anbelangt, muss ich Ihnen leider schreiben, dass ich den Gesetzgeber in dieser Sparte nicht verstehe... eher traurig den Kopf schüttele, voll mit Unverständnis über das Hinauszögern! Wie lange wird an der "neuen Idee" doppelte Widerspruchslösung gearbeitet, wie lange werden noch Debatten darüber geführt, unterschiedliche Meinungen ausgetauscht? Das Zögern entscheidet letztlich das Schicksal von allen HU-gelisteten Wartepatitenten! Es muss ausschließlich um das Leben gehen, ohne Wenn und Aber! Herr Spahn, es geht um das nackte Überleben von vielen Menschen, jetzt, in diesem Moment hat ein Mensch Todesangst, wieder ein anderer stirbt an diesem Tag, seine Familie ist plötzlich alleine, ein lieber Mensch ist aus dem Leben gerissen worden! Wie geschrieben, entweder grausam oder mit Infusionen abgemildert. Diese Menschen haben hart für ihr Leben gekämpft, voll mit Hoffnung auf ein Überleben und verlieren es heute!

Herr Spahn, es mag anmaßend klingen, für viele Augen auch arrogant... lassen Sie mich schreiben, dass ich diesen Weg, nein, sämtliche Wege in der Herz/Thorax-Chirurgie hinter mich gebracht hatte! Mein Lebensweg, hier auf der Webseite, stellt nur einen äußerst winzigen Teil meiner Erfahrungen dar. Bitte lassen Sie es nicht zu meinen Schicksalen kommen, heute sind 3 Patienten auf der Liste, die um ihr Leben bangen müssen... manche von ihnen nehmen an diesem Tag Abschied! Der Gesetzgeber muss zwingend dagegen steuern, ohne Wenn und Aber, ohne endlose Debatten und langwierigen Diskussionen um das Spendensystem! Es geht heute(!) um 3 Menschenleben, lieber Herr Spahn! Kein Mensch(!), sei es ein Bundesminister für... gleichgültig, für was, sollte sich in diesen Momenten in die Köpfe der bezeichneten HU-gelisteten Wartepatienten reinversetzen! Eben weil dieser Punkt nicht nachvollziehbar ist. Dieser Punkt ist keineswegs zu erahnen, oder nur vage anzunehmen, was sich in dem Kopf abspielt! Geschildert hatte ich sie, die Gefühle, die in der Todesangst auftreten. Sie zerstören die Psyche eines Menschen, sie foltern den Kopf, die Panik um sie ist unvorstellbar grausam!

Die Chirurgen müssen an diesem Tag den Angehörigen die traurigste Mitteilung unterbreiten! "Ihr Kind/Frau oder Mann ist leider verstorben!". Können Sie sich diese Menschen am Boden vorstellen, die tiefste Trauer zerschmettert jegliche vage Hoffnung auf das Überleben des Angehörigen! Chirurgen haben keinen leichten Job, Herr Spahn. Ich habe in meinem Leben schon zu viel gesehen, miterleben müssen... und mitbekommen! Steht der Gesetzgeber der Lage denn vollkommen hilflos gegenüber, zu welchem Zeitpunkt wird die Sterberate an schwer kranken Wartepatienten endlich gesenkt? Dazu möchte ich Ihnen die Worte von Herrn Prof. Dr. Thomas Gutmann (Uni Klinik Münster) schildern, der in einem Fernsehinterview öffentlich sagte: "Wir lassen Patienten sterben, die nicht sterben müssten!". Eben um diese Worte gilt es nicht mehr länger nachzudenken, sondern schnellstens zu (gegen zu-)handeln!

Artikel (1) unseres Grundgesetzes besagt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.", gehört hierzu auch das (Über-)Leben von Menschen an sich? Bitte nehmen Sie sich die Sparte "Wahre Helden" ans Herz, so darf es nicht mehr bleiben! Zeit, ist der entscheidende Faktor bei einer Organtransplantation! Manche erhalten (noch) rechtzeitig ein lebensrettendes Spenderorgan, wiederum andere warten vergeblich darauf! Der HU (High Urgency)-Status bedeutet, die Zeit läuft gegen dich!

Aber der Mensch muss(!) helfen, die erhöhte Chance "doppelte Widerspruchslösung" muss nun endlich gesetzlich verabschiedet werden! Wer nicht spenden möchte, nach seinem Tod (Gesamthirntod), der sollte dann doch einfach widersprechen! Dass Gerede, die Fernsehberichte um die heikle Lage "Organspende" sollten zum Ende finden! Mich ermüdet das Gerede, leider. Das Gerede darum ist zerstreute Hoffnung, besser ausgeschrieben "heiße Luft", wenn die neue Lösung u. Spendensystem in Kraft ist, dann wäre die berechtige Hoffnung für viele Patienten gegeben. Nehmen wir diese erhöhte Chance doch einfach wahr?! Hierbei geht es ausschließlich um eine grundlegende Entscheidung! Oder warum wird ein altes, nicht bewährtes Spendensystem künstlich aufrecht gehalten? "Akte X-Zerstörte Hoffnung" auf das Weiterleben? Werden die Entnahmekliniken letztlich mit ausreichend Geld ausgestattet, eben damit Organentnahmen auch aus der Sicht der Kliniken lukrativ werden!? Dazu möchte ich Sie freundlich darum bitten sich die eMail Ihres Ministeriums, Frau Leutz, zur Hand zu nehmen. Möchten Sie sich eventuell zu den Worten eines Chirurgen äußern, der zu mir sagte: "Bis das Geld hier ankommt, müssen viele Menschen leiden!"? Bitte verstehen Sie, dass ich meine Erfahrungen ausschließlich aus der Praxis einhole, eben dort, wo die Organtransplantationen allgemein stattfinden u. durchgeführt werden! Wie ich denke, ist die Bevölkerung tatsächlich ausreichend über Organspenden u. den massiven Organbedarf informiert, seit mehreren Jahren greift die umfangreiche Informationskampagne über das Thema, z.B. von der jeweiligen Krankenkasse oder privatem Krankenversicherungsunternehmen werden einem Infos u. ein Spenderausweis zugesandt. Hier ist das Problem also nicht zu suchen!      

Meine Erfahrungen sind unauslöschbar, sie stellen den Stempel für mein Leben dar! Können Sie sich die Kraft vorstellen, lieber Herr Spahn, die es brauchte diese Webseite zu schreiben?! Ich betrachte mich realistisch: "Ich kann sprechen, laufen... und in mir eine Wand ziehen, hinter der sich meine Erfahrungen verbirgt!" Daran zu kratzen, das wage ich nicht... für mich wäre es gefährlich!

Liebe Bundespolitiker u. -innen, ich gewähre Ihnen einen kleinen Einblick, was Organspende mir alles geschenkt hat, vor allem aber: Leben! ❤ Rebirth 

Chefarzt Dr. med. Günther Bauermeister, ein ursprünglich "junger" MHH´ler und sehr guter Bekannter.

Liebe Leserinnen und Leser,

vor wenigen Tagen, am 18. diesen Monats vor 3 Jahren war die Webseite online gegangen. Dass schwierigste war sein Leben in nur sehr kurzen Worten zu fassen, es hatte einiges an Mut und viele Tränen gekostet, den eigenen niederschmetternden  Lebensweg niederzuschreiben. "Das packst du schon!", das musste ich mir selbst jahrelang sagen, mit Erfolgen und tiefen Niederlagen.

Wohlgemerkt, es war ein äußerst wackeliger Versuch, in der Hoffnung, dass sich Interessenten für die sensiblen Themen finden. Mit den über 64.550 Besuchern der Seite war nicht zu rechnen, nicht mal im Traum, gehofft und auch nicht angenommen! Sie ist ein voller Erfolg geworden, dankeschön, dass ihr es mir auf eure eigene Weise zeigt!

Aus diesem Grund möchte ich Jeder/Jedem meinen aufrichtigen u. herzlichen Dank schreiben, mir gibt dieser Punkt viel Kraft und Mut für das Weitergehen! Ich selbst bin gespannt, was die Webseite noch an Neuigkeiten hervorbringen wird! Und eben das wird sie, für das Leben Etlicher! Euch möchte ich das größte Dankeschön schreiben, für eure Grüße, für jedes freundliches Gesicht, für jedes "Hallo!", Anruf und Dasein. Eben für euch! 😀

Bin ich vermessen mit meinem Wunsch euch kennenzulernen?! Ein weißer Seat, ein bronzener Polo, ein schwarzer Seat, schwarzer Audi, schwarzer Kia... etliche andere Autos inbegriffen! Es ist vermessen zu schreiben, dass über 64.550 Personen meine Freundinnen und Freunde sind! Wirklich dankbar wäre ich für 3 neu gewonnene Freundinnen u. Freunde, nicht gute, die besten(!), darüber würde ich mich nämlich sehr freuen! Gut, das nächste Mal, wenn ihr Zeit und nichts weiteres vor habt, lade ich dich zu einem Kaffee ein! Wäre doch nett!? Ich bin dankbar über alles Gute, jede minimale Kleinigkeit, die einem geschenkt wird! Spüren wirst du es erst dann, wenn du alles verloren hast! Ab diesem Zeitpunkt bist du hoch sensibel auf äußere Einflüsse.