[Anmerkung: Die Abbildung für die Sparte "Die Zeit läuft ab!" ist unter "Google", www.google.de zu finden.]

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünschte mir mehr Zeit, um meine Gedanken schriftlich niederzuschreiben.

Lasst mich schreiben, dass ich mehr als glücklich darüber bin, dass meine Worte auf der Webseite dermaßen gut ankommen, dass ich beim Vorbeifahren mit dem Auto von so vielen Menschen gegrüßt werde! Jedes Mal ist es mir jedoch extrem peinlich, wenn ich vom Gruß überrascht werde und nicht zurückgegrüßt hatte, ein Entschuldigung an der Stelle! Großes Dankeschön für... es lässt sich längst nicht mehr zählen, danke, danke, danke!

Bitte versteht eins: Bis die Bundesregierung die „doppelte Widerspruchslösung“ ausgearbeitet hat und zur Abstimmung den Bundestagsabgeordneten anträgt, dauert es über ein halbes Jahr!

Und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, dass eine "Abstimmung" mehr Menschenleben zu retten eine lange Zeit in Anspruch nimmt, stattdessen den Gesetzesentwurf in 2-3 Monaten durchzubringen und gesetzlich verabzuschließen!

Die Abstimmung soll im April nächsten Jahres stattfinden, so war aus unterschiedlichen Medien zu lesen.

Als ein Wartepatient, hierbei blicke ich auf meine Zeit als solcher zurück, wünscht man sich keine monatelangen Diskussionen, keine „Abstimmung", in der das Leben von etlichen schwer kranken Menschen liegt!

Vielleicht stelle es mir zu einfach vor, jedoch möchte ich der Bundesregierung auch den Gedanken mit auf dem Weg bringen, dass überaus viele verstorbene Wartepatienten, die vergeblich auf ein Spenderorgan gehofft hatten, ihre überzeugten Wähler gewesen waren! Auch so sollte man das betrachten! Denn irgendwann kommt als hinterbliebender Angehöriger der Gedanke auf: "Wem gibst du die Schuld?!" Einem System, dem Spendermangel, dem katastrophalen Pflegenotstand, er/sie könnte noch leben, er/sie hatte vergeblich auf ein Spenderorgan gehofft? Gehofft, gehofft, Ängste und Panik durchstanden, nun muss er/sie nicht mehr leiden.

Krankenkassen werden rein gesetzlich dazu verpflichtet, um Organspenden aufzuklären, sie versenden ihren Mitgliedern regelmäßig Informationsmaterial und Spenderausweise! Super, dachte ich mir, in Mitgliederzeitschriften erfolgt die Aufklärung und auch sind Ausweise in ihnen erhältlich.

Es erfolgt bei weitem viel zu wenig Aufklärung, in der Regel bekommt als Mitglied 1-2 Mal im Jahr Infomaterial zu dem Thema. Dass allein ist schon der Scherz! Andere Krankenkassen gehen einen anderen Weg und sprechen das Thema verstärkt an, an der Stelle ein großes Dankeschön hierfür!

Was ich aber zugegeben muss ist, dass überaus viele Krankenkassen auf ihrer Homepage eine Sparte mit Organspenden führen, jedoch muss man sich hierzu erst „bequemen“! Die Frage tritt auf: "Was machst du nach deinem Tod mit deinen Organen?!" Spenden und damit mehrere Menschenleben zu retten oder alles unangetastet mit in den Himmel zu nehmen? "Nehmen Sie ihre Organe nicht mit in den Himmel, auf der Erde werden sie gebraucht!", ein Slogan der Barkey Stiftung um Organspenden, das Plakat steht auf der Sparte "GZ-Zeitungsartikel".

Dass Thema „Tod“ wird in den Köpfen der Menschen verdrängt, es ist ihnen unangenehm, die Mehrzahl von ihnen beschäftigen sich lieber mit anderen Dingen.

Als HU-Wartepatient (höchste Dringlichkeit für eine Transplantation) hatten mich so viele Menschen im Stich gelassen, irgendwann hatte ich selbst keine Tränen mehr, ich hatte abgeschlossen!

Liebe Bundesregierung, liebe Abgeordnetinnen und Abgeordneten, seht zu, dass das Thema in den Köpfen der Bevölkerung lebendig wird und versucht für einen kleinen Moment mich zu verstehen! Es geht um Zeit, die vielen Wartepatienten abläuft! Spätestens wenn extrem viele Hustenmittelchen nicht den gewünschten Erfolg zeigen, sich aus einer simplen Erkältung eine schwere Herz-Muskel Entzündung entwickelt, dann denkt man drastisch um! Eventuell steht man dann als "Unbefangener" selbst auf der Warteliste!

Herr ex-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hatte unerträglich lange Zeit an der Entscheidungslösung geklebt, stur und uneinsichtig, er hatte doch tatsächlich versucht mit unterschiedlichen Prominenten die Organspendenbereitschaft anzukurbeln! Markus Lanz, Sonja Kraus, Ralf Schmitz und anderen. Eine vergangene Reportage auf dem Norddeutschen Rundfunk hatte meine Überzeugung mit den Worten "stur und uneinsichtig" letztlich bewiesen!

Wie muss ich mir das vorstellen? Herr Lanz ist durchweg für die Organspendenbereitschaft, ist bekannt in den Medien und setzt sich aktiv dafür ein? Dass genannte Personen das Thema für "wichtig, richtig, lebenswichtig" halten steht außer Frage! Jetzt muss ich mir auch einen Spenderausweis zulegen, oder sollte mir Infomaterial und einen besorgen? Muss ich mit dem Thema "Tod" ernsthaft beschäftigen und auseinandersetzen? Es wurden unzählig viele Plakate und Flyer gedruckt, mit welchem greifenden Erfolg jedoch? War sein Vorhaben ein "Rettungsvorhaben", in der Hoffnung, dass mehr Spender zu verzeichnen waren? Wurden die eigentlichen Probleme und verbunden damit die Gründe für den drastischen Spendermangel untersucht, wurde das Organspendensystem hinterfragt? Bald wird jetzt die "doppelte Widerspruchslösung" nach "langen Debatten"  in Berlin gefeiert? Denkt bitte nach, schaut über den Tellerrand, wie war es denn vorher, hatte man ernsthaft nach Lösungen für eine große Zahl an Verstorbenen gesucht, die nicht mehr rechtzufertigen war? Die Spendenzahl ging von Jahr zu Jahr immer weiter zurück!

Die Organspendenkampagne, die die Schweiz führt, empfinge ich persönlich für packender, siehe folgende Plakate(bitte anklicken!)

Zu meinem Wort "geklebt" stehe ich!

Große und keineswegs schwierige Frage:  "Wer" hatte die Unterlagen: "Wie ein neues Leben" [BZgA], oder die Infobroschüre "Kein Weg zurück" [DSO] (zur Feststellung der Hirntoddiagnostik) direkt in den Briefkasten geworfen bekommen? Und da war der Haken, die Schwierigkeit und das Problem wurde zwar angesprochen, jedoch wurden viele Punkte im Spendensystem nicht bedacht! Die Aufklärungskampagne von Herrn ex-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe war vom Prinzip gut durchdacht, nur scheiterte sie und man ist auf dem Boden angelangt!

Tick, tick, tick… Tod, oder ein Spenderorgan und damit ein neues Leben geschenkt zu bekommen, ihr habt es in den Händen! Über das Thema "Organspenden" sollte man zu Lebzeiten reden, Meinungen austauschen und vielleicht auch seine persönliche Menschen- u. Nächstenliebe in den Köpfen hervorrufen! Organspende schenkt vielleicht auch dir mal das Leben!