[Anmerkung: Die Abbildung für die Sparte "Habemus organum?" ist unter der Bild-Zeitung, www.bild.de oder "Google", www.google.de zu entnehmen.]

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worum es tatsächlich geht, ist unter der Sparte "Gesetzesnovelle" zu entnehmen. Der Glauben daran, "Mich kann das Thema ohnehin nicht treffen!" oder "...nicht mehr!" ist falsch und unbedacht, es sei denn, man leidet an einer der ausgeschlossenen Krankheiten für eine Spende seiner/ihrer Organe NACH dem Tod!

In dem Fall möchte ich insofern auch älteren Personen über 60 Jahre das Thema "Organspende" näher bringen!

Wir würdest  DU! dich entscheiden, wenn es um dein eigenes Überleben geht?! Möchtest du ein neues Leben geschenkt bekommen?


 

 

Ein Beitrag, den ich unter dem FOCUS-online gefunden hatte, trifft es meiner Auffassung nach am besten. (bitte anklicken!)

[Anmerkung: Die Abbildungen für die Sparte "Habemus organum?" sind unter "Google", www.google.de zu entnehmen.]

  • Jens Spahn, MdB
    Bundesgesundheitsminister
    [CDU]

  • Prof. Dr. Karl-Heinz Lauterbach, MdB
    Gesundheitswissenschaftler u. Mediziner
    [SPD]

DEBATTE UM WIDERSPRUCHSLÖSUNG: 

Wird die Organspende zum Normalfall? 

  • VON ANDREAS MIHM, BERLIN
  • - AKTUALISIERT AM 31.03.2018 - 22:06 Uhr

Wenig Menschen sind noch bereit, nach dem Tod Organe zu geben. Soll künftig jeder zum Spender werden, der nicht zeitlebens ausdrücklich widersprochen hat? 

Die Zahl der Organspender geht seit Jahren immer mehr zurück. Um den Trend zu stoppen und umzukehren, sind im Koalitionsvertrag organisatorische Verbesserungen in den Kliniken verabredet worden. Vielen geht das nicht weit genug, sie fordern eine Änderung der Rechtslage. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, plädierte gegenüber der F.A.Z. für einen Systemwechsel, weg vom Spenderausweis, hin zur Widerspruchslösung. Die besagt im Kern, dass die Zustimmung zur Organspende gegeben ist, solange ihr nicht ausdrücklich widersprochen wird. Führende Gesundheitspolitiker der Koalition unterstützen solch einen, im Koalitionsvertrag nicht verabredeten Systemwechsel gegenüber der F.A.Z.; es kommt dazu allerdings auch Widerspruch aus den Fraktionen. 

Andreas Mihm

Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

In den Niederlanden war die Einführung der Widerspruchslösung erst zum Jahresanfang beschlossen worden, in der Schweiz soll darüber abgestimmt werden. Sie ist in der großen Mehrzahl der europäischen Staaten die Regel. In Deutschland war die Zahl der Organspenden im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken.

„Es besteht offenkundig Handlungsbedarf“

Nicht erst seit der Entscheidung in den Niederlanden stehe das Thema Widerspruchslösung auch in Deutschland zur Diskussion, sagte Montgomery. „Ich persönlich halte die Widerspruchslösung für richtig. Aus medizinischer Sicht, vor allem aber aus Sicht der vielen schwerkranken Patienten auf der Warteliste wäre eine solche Regelung der Idealfall“, sagte der Ärztepräsident. Sein Stellvertreter Max Kaplan aus Bayern und der Vorsitzende der Ärztekammer Westfalen, Theodor Windhorst, hatten sich zuvor ähnlich geäußert, auch wenn das über die offizielle Beschlusslage der deutschen Ärzteschaft hinausgeht, die sich damit zuletzt auf dem Ärztetag 2012 befasst hatte.

In der Koalition gibt es dafür Unterstützung. Georg Nüßlein (CSU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, sprach sich für eine Änderung der geltenden Regelung aus, wonach ein Organspender seine Entscheidung aktiv durch seine Unterschrift auf dem Spenderausweis dokumentiert haben muss. Die jetzige Regelung sei gescheitert, wie man an der seit Jahren sinkenden Zahl der Organspender sehe. „Es besteht offenkundig Handlungsbedarf“, sagte Nüßlein der F.A.Z und fügte hinzu: „Ich persönlich bin für die doppelte Widerspruchslösung.“ Nach der Regel können auch Angehörige einer Organentnahme dann widersprechen, wenn der potentielle Spender dazu keine Verfügung gemacht hat.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach sagte dieser Zeitung: „Langfristig sehe ich nur in der Widerspruchsregel eine Lösung des Problems mangelnder Organspenden.“ Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, zeigte sich für das Modell offen. „Man kann es einem Menschen schon abverlangen, sich zu entscheiden“, sagte sie. Allerdings bezweifelte die Allgemeinmedizinerin, dass es dafür aktuell eine Mehrheit Im Bundestag gebe. Kurzfristig könne man durch organisatorische und finanzielle Änderungen in jenen Krankenhäusern, wo Organe entnommen werden, eine Verbesserung der Zahl der Spender erreichen. Dazu heißt es im Koalitionsvertrag: „Dazu werden wir eine verbindliche Freistellungsregelung für Transplantationsbeauftragte schaffen und diese finanzieren. Die Organentnahme wird höher vergütet.“

WIDERSPRUCHSLÖSUNG: SPD begrüßt Spahn-Vorstoß zur Organspende

  • - AKTUALISIERT AM 03.09.2018 - 12:20 Uhr 

Gesundheitsminister Spahn will die Widerspruchslösung bei der Organspende zum Normalfall machen. Die SPD reagiert erfreut – scharfe Kritik kommt hingegen von Theologen und Bischöfen.

SPD-Vize-Fraktionschef Karl Lauterbach hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Widerspruchslösung bei der Organspende begrüßt. „Ich bin ein klarer Befürworter der Widerspruchslösung“, sagte Lauterbach der Rheinischen Post. Es sei eine Schande, dass zurzeit so viele Menschen unnötig litten, weil keine Organe für sie vorhanden seien. Die niedrige Zahl von Organspendern in Deutschland nannte der SPD-Politiker eine „medizinische Tragödie“.

Spahn hatte der „Bild“-Zeitung gesagt, seiner Meinung nach sollte künftig jeder automatisch ein Spender sein, so lange er oder seine Angehörigen nicht ausdrücklich widersprechen. Nur mit der Widerspruchslösung könne die Organspende zum Normalfall werden. In Deutschland gilt bislang die sogenannte Entscheidungslösung, so dass eine Entnahme nur möglich ist, wenn eine Zustimmung vorliegt. Einen eigenen Gesetzentwurf werde er dazu allerdings nicht in den Bundestag einbringen, sagte Spahn: „Diese Diskussion sollten wir im Bundestag führen. Dort gehört das Thema hin.“

Die Widerspruchslösung stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, räumte Spahn ein. Doch seien alle bisherigen Versuche der Politik, die stark zurückgehende Zahl der Organspender wieder zu erhöhen, ohne Erfolg geblieben. „Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung“, sagte Spahn.

SPD-Vize-Fraktionschef Karl Lauterbach hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Widerspruchslösung bei der Organspende begrüßt. „Ich bin ein klarer Befürworter der Widerspruchslösung“, sagte Lauterbach der Rheinischen Post. Es sei eine Schande, dass zurzeit so viele Menschen unnötig litten, weil keine Organe für sie vorhanden seien. Die niedrige Zahl von Organspendern in Deutschland nannte der SPD-Politiker eine „medizinische Tragödie“.

Spahn hatte der „Bild“-Zeitung gesagt, seiner Meinung nach sollte künftig jeder automatisch ein Spender sein, so lange er oder seine Angehörigen nicht ausdrücklich widersprechen. Nur mit der Widerspruchslösung könne die Organspende zum Normalfall werden. In Deutschland gilt bislang die sogenannte Entscheidungslösung, so dass eine Entnahme nur möglich ist, wenn eine Zustimmung vorliegt. Einen eigenen Gesetzentwurf werde er dazu allerdings nicht in den Bundestag einbringen, sagte Spahn: „Diese Diskussion sollten wir im Bundestag führen. Dort gehört das Thema hin.“

Die Widerspruchslösung stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, räumte Spahn ein. Doch seien alle bisherigen Versuche der Politik, die stark zurückgehende Zahl der Organspender wieder zu erhöhen, ohne Erfolg geblieben. „Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung“, sagte Spahn.

Was ist die Widerspruchslösung, was die erweiterte Entscheidungslösung? Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Organspende.

Organabgabepflicht statt Organspende?

Auch die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft, in der die Krankenhausträger in Deutschland organisiert sind, lobte seinen Vorstoß. „Ich persönlich befürworte die Widerspruchslösung, weil sie dazu führen wird, dass sich die Menschen frühzeitig gemeinsam mit ihren Angehörigen mit der Entscheidung für oder gegen die Organspende auseinandersetzen“, sagte ihr Präsident, Gerald Gaß. “Die heutige Situation, in der vielfach die Angehörigen mit dieser Frage erst konfrontiert werden, wenn der Patient unheilbar erkrankt oder bereits hirntot ist, ist für viele eine Überforderung.“ Das Problem könne nicht von den Krankenhäusern allein gelöst werden.

Scharfe Kritik äußerte hingegen der Vorsitzende des Deutschen Ehtikrats, Peter Dabrock. „Die bisherige Organspende trägt den Charakter von Freiwilligkeit und von wohltätiger Solidarität mit Schwerkranken“, sagte der evangelische Theologe. „Jetzt werden Verpflichtung und Abgabe in den Mittelpunkt gestellt. Eine solche Regelung machte den menschlichen Körper zu einem Objekt staatlicher Sozialpflichtigkeit.“ Es wäre ehrlich, dann von Organabgabepflicht statt von Organspende zu sprechen. Die bisher als selbstverständlich erachtete Integrität des Körpers würde in Frage gestellt.

Kritik der Bischofskonferenz

Ähnlich äußerte sich die Deutsche Bischofskonferenz. Eine Organspende sei ein Akt von hohem moralischen Wert und eine besondere Form des Zeugnisses der Nächstenliebe über den Tod hinaus, sagte ein Sprecher. Die bestehende Entscheidungslösung gewährleiste die Möglichkeit einer freien und informierten Entscheidung und respektiere das Selbstbestimmungsrecht.

Der Sprecher betonte, die Bischöfe befürworteten Maßnahmen, um die Abläufe in der Transplantationsmedizin zu verbessern, etwa mit Blick auf mehr Kompetenzen für die Transplantationsbeauftragten und eine bessere Finanzierung für die beteiligten Krankenhäuser. „Eine Grundsatzdebatte über die Systemfrage einschließlich der Widerspruchslösung sollte dabei nicht an erster Stelle stehen“, sagte er. Zudem zeige der Blick auf andere Länder, dass alleine die Umstellung auf die Widerspruchslösung nicht dazu führe, dass mehr Organe für Transplantationen zur Verfügung stehen.

GESUNDHEIT: Spahn für Widerspruchslösung bei Organspenden

  • - AKTUALISIERT AM 03.09.2018 - 04:38 Uhr 

Dies stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, räumt der Bundesgesundheitsminister ein. Doch nur so könne die Organspende zum Normalfall werden.

Um zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen, hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für eine Widerspruchslösung ausgesprochen. „Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. Widerspruchslösung bedeutet, dass jeder automatisch als Organspender gilt – außer man selbst oder Angehörige widersprechen. Bisher sind Entnahmen in Deutschland nur möglich, wenn jemand ausdrücklich zustimmt.

Eine solche Neuregelung stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, sagte Spahn. Doch seien alle bisherigen Versuche der Politik, die Zahl der Organspender zu steigern, leider ohne Erfolg geblieben. „Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung.“ Einen Gesetzentwurf werde er dazu nicht in den Bundestag einbringen, kündigte Spahn an und sprach sich zunächst für eine Diskussion zu dem Thema im Bundestag aus.

Zur Steigerung der Spenderzahlen hatte Spahn bereits angekündigt, dass Transplantationsbeauftragte in Krankenhäusern mehr Zeit für diese Aufgabe bekommen und die Vergütung der Einrichtungen für den ganzen Prozess einer Organspende verbessert werden sollen.

Die Zahl der Organspender hatte nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation im vergangenen Jahr mit 797 einen Tiefpunkt erreicht. Im ersten Halbjahr 2018 gab es eine Zunahme. Ende August hatte Spahn gesagt, dass 10.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan warten.