Hirntoter Junge kurz vor Organentnahme wieder aufgewacht!

[Anmerkung: Dieser Fernseh- u. Videobeitrag der "Welt" ist unter "YouTube", www.youtube.com zu entnehmen.]

Liebe Leserinnen und Leser,

[Die Abbildung ist unter "www.google.de" zu entnehmen.]

amerkanische Medien berichten seit einiger Zeit über einen für "hirntod" erklärten Jungen, der ursprünglich für eine Organspende/-entnahme vorgesehen war! Der Medienbericht ist selbstverständlich auch in Deutschland angekommen, aller Wahrscheinlichkeit nach ist er weltweit veröffentlicht worden.


Die Eltern des verunglückten Jungen erklärten ihre Bereitschaft, die Organe ihres Kindes für das Überleben anderer schwerst kranken Patienten zu spenden, so sei die höchstpersönliche Entscheidung der Eltern auch nach dem Willen, eher im Sinne ihres Sohnes gefallen.


Ich möchte sämtliche Leserinnen und Leser eindringlich darum bitten, diesen brisanten u. verstörenden Fernseh- u. Videobeitrag verschiedener Fernsehsender und unterschiedlicher Printmedien näher hinterzufragen! Die Fragen müssen lauten: "War der Junge eigentlich "Gesamthirn"tot, wurden sämtliche Untersuchungen für die umfangreiche Diagnose durchgeführt?" "Wer hat das Kind für hirntot erklärt, welche Ärzte haben das unterschrieben?!" "Ist eine falsche u. fatale Diagnose gestellt worden, wurde das Kind vorschnell für hirntot erklärt?".


Zu diesem Medienbericht werde ich mich schriftlich noch äußern und sämtliche Medien ebenfalls eindringlich bitten, fachlicher, präziser u. in jedem Fall pietätvoller für alle schwer kranken Patienten Fernsehberichte  über diese extrem erfreuliche Nachricht auszustrahlen!


In der Bundesrepublik Deutschland wäre das Kind nicht und niemals für eine Organspende, demnach für eine Organentnahme "geeignet" gewesen! An dieser Stelle muss ich mich entschieden und vehement gegen den "sensationellen" Medienbericht ausschreiben! Eben solche unüberlegten Berichte hindern Menschen daran, sich vorab für eine lebensrettende Organspende nach dem Tod zu entscheiden! Aus der zwar überaus erfreulichen Nachricht "Hirntoter Junge kurz vor Organentnahme wieder aufgewacht!" entstehen wieder einmal Ablehnung, Skepsis und eine "Nein!" Stimme!


So kann und darf das aus der Sicht aller um ihr Leben bangenden Wartepatienten nicht sein! Fernsehsender und Printmedien haben die informelle Pflicht (meiner Auffassung nach), den Medienbericht aufzuklären, fachlicher und sachlicher rüberzubringen! Der Junge war zu keinem Zeitpunkt  (Gesamt-)hirntot, nach geltendem Recht der Bundesrepublik  Deutschland gilt, dass der endgültige und nicht behebbare Ausfall der Funktionen des Klein- und Großhirns, sowie des gesamten Hirnstamms zwingend gegeben sein muss! Abbildungen sowie unterschiedliche Untersuchungen, die eindeutig für die Diagnose "Hirntod" sprechen, auf der Webseite! So wird, nur als Beispiel von etlichen Untersuchungen, in Deutschland eine sogenannte "Gehirnwellen"/EEG-Diagnostik vorgenommen, demnach wären bei dem Jungen noch Hirnströme zu messen gewesen! Aus dem Grund hat das Kind nicht den speziellen Zustand des Gesamthirntods erreicht, eine Organentnahme hätte aus dem Grund in Deutschland rein rechtlich u. laut aller am Organspendenprozess beteiligten Personen, sowie den verantwortlichen Transplantationschirurgen nicht stattgefunden! Hätte der Junge spontan selbstständig angefangen zu atmen, gleichgültig wie stark oder schwach eigenständig die Atmung ausgefallen wäre, hätte man den Jungen ebenso für eine Organspende/-entnahme nicht vorgesehen, selbst dann nicht, wenn er zu einem Zeitpunkt gestorben wäre. Eine spontane Atmung spricht eindeutig für Gehirnaktivitäten! Hier bitte die Sparte "TPG-Gesetz" [Transplantationsgesetz] beachten, in der Bundesrepublik Deutschland wird eine Hirntod-Diagnostik generell von langjährigen Neurologen, Neuro-Chirurgen u./od. Intensivmedizinern auf der Intensivstation durchgeführt, wobei genannte Personen an der eigentlichen Spende, Entnahme u. Übertragung, sprich der Transplantation des Organs selbst nicht beteiligt werden dürfen, um einen Interessenkonflikt vornherein auszuschließen! Laut "TPG" nehmen generell mindestens 2 Neurologen, Neuro-Chirurgen u./od. Intensivmedizinern die Hirntod-Diagnostik vor, daraufhin wird ein unabhängiges Gutachten [Hirntod-Protokoll] erstellt! In der Regel wird die Entscheidung "Gesamthirntod" vorwiegend nach ärztlichen, medizinischen Kenntnissen und geltendem Recht ["TPG"] im Transplantationsteam besprochen u. anschließend getroffen! Eine ausführliche Hirntod-Diagnostik läuft in der Bundesrepublik Deutschland umfangreicher und ausführlicher ab! Gott sei Dank, siehe das Informationsheft "Kein Weg zurück[DSO] u. den Fernsehbericht des SWR´s "Organspende - Zwischen Tod und Hoffnung" auf der Sparte "Hirntod-Diagnostik"! 


RTL2 war so "fair" den Medienbericht aufzuklären u. richtig zu stellen! "Junge erwacht aus langandauerndem Koma!", die Bezeichnung wäre passender und pietätvoller für sämtliche Wartepatienten auf der Liste gewesen! Das Koma ist nicht gleichzusetzen mit dem Hirntod! Die Nachricht hat Ängste u. Skepnisse ausgelöst, er wirkt verstörend, die Verunsicherung ist umso größer! 


Ich ärgere mich sehr über solche dummen u. unüberlegten "sensationelle" Nachrichten, die "wieder" Chaos, Ängste und Hemmungen streuen! Alles nur für die Publicity. Es tut mir leid, aber so ein Bericht hemmt die persönliche Entscheidung, seine eigenen Organe/Geweben nach dem Tod schwer kranken Patienten zu spenden! Entschuldigung, liebe Medien: Der Bericht ist genau so ir­ri­tie­rend wie die vergangene Bezeichung "Organspenden"-Skandale, "nur" fataler, dramatischer und verstörender, in der großen Hoffnung, dass der Medienbericht keine Auswirkungen auf die Spendenzahl hat! Organspende? Schenkt Leben!


Mehr zu dem Thema wird folgen... 

[Anmerkung: Dieser Medienbericht ist unter dem "FOCUS", www.focus.de oder "Google", www.google.de zu entnehmen.]

[Siehe ausführlichen Bericht unter dem "FOCUS".]  Bitte anklicken.

"Ärzte handelten vorschnell!"

FOCUS-Online hat mit Josef Briegel vom Klinikum der Universität München über den Fall aus den USA gesprochen. Briegel ist Anästhesist und Transplantationsbeauftragter. Ist es möglich, dass ein hirntoter Mensch auf einmal wieder zum Leben erwacht? "Nein!", sagt Briegel, der sich seit mehr als 20 Jahren mit der Thematik befasst. "Der Hirntod ist so sicher wie der Tod. Der Junge war einfach nicht hirntot!"

Das bestätigt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Mit der Feststellung des Hirntods ist der (...) Tod des Menschen eingetreten", heißt es in einer Broschüre. "Es gibt keinen einzigen wissenschaftlich belegten Fall, in dem nach korrekter Feststellung des unumkehrbaren Ausfalls der gesamten Hirnfunktionen (Gesamthirntod) ein Mensch wieder ins Leben zurückgekehrt ist."