(Anmerkung: Die Abbildung "Transport eines Spenderorgans" ist unter "Google", www.google.de zu entnehmen.)

  • Gesundes Gehirn.

  • Gehirn beim Hirntod.

Die Entscheidungslösung

Was ist die Entscheidungslösung?

Alle Bürgerinnen und Bürger sollen in die Lage versetzt werden, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen, um eine informierte und unabhängige Entscheidung treffen zu können. Dafür erhält jede krankenversicherte Person ab dem vollendeten 16. Lebensjahr von ihrer Krankenkasse oder Versicherungsunternehmen regelmäßig Informationsmaterial. Um die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende zu dokumentieren, enthalten die Versicherten den  Organspendeausweis mit den Informationsmaterialien.

Mehr Informationen zum Thema Organspendeausweis finden Sie hier (anklicken).

Informierte Entscheidung für oder gegen eine Organspende

Bei der Entscheidungslösung ist die Entscheidung für oder gegen eine Organspende freiwillig. Entscheidungen zur Organ- und Gewebespende werden nicht durch die Krankenkassen und Versicherungsunternehmen erfasst oder in einem zentralen Register gespeichert. Langfristig soll es möglich sein, die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern zu können.

Zustimmung ist Voraussetzung für eine Organspende

Eine Organspende ist in Deutschland nur unter streng geregelten Voraussetzungen möglich. Wichtige Bedingung ist, dass die verstorbene Person zu Lebzeiten einer Organ- und Gewebespende zugestimmt hat – beispielsweise auf einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung. Liegt keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende vor, werden die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person gefragt.

Übertragen bedeutet dies:


"Du KANNST dich über "Organspenden" informieren, z.B. von deiner Krankenkasse oder privatem Krankenversicherungsunternehmen, da sie rein gesetzlich dazu verpflichtet sind "regelmäßig" (in der Regel 1-2x im JAHR! 👎) Informationsmaterial zu diesem Thema an ihre Mitglieder zu versenden, getzlich niedergeschrieben ist die Vorgabe im Transplantationsgesetz ["TPG"]." Beruflich beschäftigt war ich bei einer großen Krankenkasse. Zu Gute halten möchte ich, dass überwiegend viele Krankenkassen auf ihrer Homepage eine Sparte über Organspenden führen! Auch hier gilt: Du KANNST dich auf der Homepage deiner Krankenkasse über Organspenden schlau machen, du KANNST den Organspendenausweis aus dem Internetportal derweiligen Krankenkasse ausdrucken und du KANNST deine Entscheidung treffen, anschließend den Spendenausweis unterschreiben u. ihn bei den Personalpapieren führen."


"Du KANNST den beigefügten "Organspendenausweis" aus den regelmäßigen Mitgliederzeitschriften derweiligen Krankenkasse raustrennen und du KANNST deine Entscheidung im Spendenausweis treffen. Du KANNST den Organspendenausweis, nachdem du deine Entscheidung getroffen hast, unterschreiben und ihn bei deinen Personalpapieren mit dir führen."


"Du KANNST dich aber auch im Internet, bei den jeweiligen offiziellen Stellen (z.B. DSO oder BZgA) oder auch über eine private Person, die bereits ein Spenderorgan geschenkt bekommen hat über Organspenden informieren!"


"Du KANNST dich aber auch über Organspenden beim Hausarzt, Apotheke, Gesundheits- und Einwohnermeldeamt oder auch im Krankenhaus über das Thema informieren."


Das alles kannst du  aber auch lassen, das lebensrettende Thema überlesen, weil dich z.B. andere Themen mehr interessieren, die Mitgliederzeitschrift zur Seite legen oder gleich in den Mülleimer schmeißen und wieder "zur Tagesordnung" gehen!

Die Widerspruchslösung

Widerspruchslösung: Hat der Verstorbene einer Organentnahme zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen, z.B. in einem Widerspruchsregister, so können Organe zur Transplantation entnommen werden. In überwiegend vielen Ländern haben die Angehörigen ein Widerspruchsrecht. Diese nachvollziehbare Lösung ist der Grund des massiven Bedarfs an lebensrettenden Spenderorganen. Organspende schenkt Leben! (Slogan der DSO.) In der Bundesrepublik Deutschland gilt die sog. "Entscheidungslösung", vergangenes Jahr 2017 hatten lediglich 797 Menschen ihre Organe postmortal gespendet, die Bundesrepublik Deutschland ist am schlimmsten Stand der Spenderzahlen seit 20 Jahren angelangt!


Übertragen bedeutet das: Wenn du dir wirklich nicht vorstellen kannst, aus welchen Gründen auch immer, NACH deinem Tod deine Organe/Geweben schwerst kranken Patienten zu spenden, um hiermit bis zu 7 Menschenleben retten zu können/wollen , dann widerspreche doch?! Nichts anderes sagt die sogenannte "Widerspruchslösung" aus, an die getroffene Entscheidung der Person ist sich zu halten, ansonsten würde das Zuwiderhandeln einen Strafbestand darstellen, welcher verfolgt werden kann!


[Gelegenheit hierzu wäre in einem sogenannten "Widerspruchsregister" da. Demnach eine ausdrückliche "NEIN!" Stimme und gegen eine Entnahme seiner Organe und Geweben nach dem Tod.]


Ansonsten, schenkt man der etliche Jahre u. regelmäßigen aufgestellten Statistik der DSO, BZgA und des Bundesgesundheitsministeriums Glauben, die besagt, dass bis zu 80% aller Bundesbürger FÜR eine Organspende NACH ihrem Tod sind, möchten die Bundesbürger schwerst kranken Patienten auf der Liste helfen zu überleben! In der Bundesrepublik Deutschland leben 82,67 Millionen Menschen. (Statistische Zählung der Bevölkerung 2016) 

Wäre die  "Widerspruchslösung" in Deutschland überhaupt durchsetzbar?


Prof. Dr. Gutmann: "Verfassungsrechtlich spricht, wie das Bundesverfassungsgericht schon vor 15 Jahren angedeutet hat, nichts gegen eine Widerspruchslösung. Die Frage, wie die postmortale Organentnahme geregelt werden soll, konnte in Deutschland jedoch nie vernünftig diskutiert werden. Sie führt reflexhaft zu einer realitätsverleugnenden Politik, die nur noch symbolisch handelt. 


Die vergangenen beiden Jahrzehnte haben gezeigt, dass in Deutschland auf diesem Feld politisch gar nichts mehr durchsetzbar ist. Daran wird sich auch nichts durch die Erkenntnis ändern, dass das gegenwärtige System längst gegen die Wand gefahren wurde. Die Zahl der Organspender ist in Deutschland mittlerweile auf einen Wert von etwa zehn pro eine Million Einwohner gesunken. Eine Zahl, die nur noch weniger als ein Drittel des spanischen und etwas mehr als ein Drittel des US-amerikanischen Aufkommens erreicht und allenfalls eines Entwicklungslandes würdig ist. Wir lassen Patienten sterben, die nicht sterben müssten!"