(Anmerkung: Das Bild für die Sparte "Vae Victis/Akte X" ist unter "Google", www.google.de zu entnehmen.)

Liebe Leserin, lieber Leser,

Prof. Dr. Thomas Gutmann, Jurist und Medizinrechtler, Rechtswissenschaftliche Fakultät Münster.

"Government denies Knowledge", die Regierung leugnet Wissen, so heißt es es im Starttrailer der Serie "Akte X", oder den X-Files. Anders könnte man die Übersetzung mit "Die Regierung verneint Kenntnis" von dem Vorfall betiteln. Die Kenntnis ist vorhanden, eine "Lösung", geschweige denn vage Ansätze für das zunehmende Problem fern, seit langer Zeit! 797 Spender im vergangenen Jahr 2017! 

Hinter den Kulissen des Organspenden-Systems ist viel Ordnung und Novellierung zu schaffen, FÜR alle schwerst kranken Wartepatienten auf der Liste! Aus eben dem Grund, dass die Spendenzahl seit zu langer Zeit stagniert, eher rückläufig ist, habe ich mich entschlossen die Webseite online gehen zu lassen. Seit der Geburt beschäftige ich mich mit dem Thema, wenn dies eher ungewollt und "reingelebt", was Sie verstehen können. Entschuldigung, "beschäftigt mich" das Thema, mit "Leiden"schaft.

"Organspenden-Skandale", die es zu keinem Zeitpunkt gegeben hatte, wären vom Denken zu leicht gewesen, um die geringe jährliche Spendenzahl untermauern und "rechtfertigen" zu können.

Die "X-Files" haben einen wahren Hintergrund, so wie die Worte von Herrn Prof. Dr. Gutmann (Medizinrechtler Universität Münster), der im NDR-Interview sagte, hierbei habe ich die wichtigeren und entscheidenen Sätze für Sie rausgefiltert:


"Weil der Gesetzgeber das Problem entsorgen wollte (und weiterhin will), und es deshalb unter dem Vorwand, die Organzuteilung sei keine politische und ethische Frage, sondern nur ein "medizinisches Problem" der Selbstverwaltung durch die Bundesärztekammer überlässt, mit den bekannten Folgen für Patienten und Ärzte."

"Die Verteilung von Lebenschancen an deutsche Bürger kann nicht einer privaten niederländischen Stiftung wie Eurotransplant überlassen werden.  Eine staatliche Aufsicht muss das gegenwärtige Willkürregime der Bundesärztekammer ersetzen."

"Verfassungsrechtlich spricht, wie das Bundesverfassungsgericht schon vor 15 Jahren angedeutet hat, nichts gegen eine Widerspruchslösung. Die Frage, wie die postmortale Organentnahme geregelt werden soll, konnte in Deutschland jedoch nie vernünftig diskutiert werden. Sie führt reflexhaft zu einer realitätsverleugnenden Politik, die nur noch symbolisch handelt. Die vergangenen beiden Jahrzehnte haben gezeigt, dass in Deutschland auf diesem Feld politisch gar nichts mehr durchsetzbar ist. Daran wird sich auch nichts durch die Erkenntnis ändern, dass das gegenwärtige System längst gegen die Wand gefahren wurde. Die Zahl der Organspender ist in Deutschland mittlerweile auf einen Wert von etwa zehn pro eine Million Einwohner gesunken."

"Weil das Transplantationssystem in Deutschland so organisiert ist, dass niemand Verantwortung übernimmt und übernehmen kann, sondern nur Einzelinteressen verfolgt werden."


Wenn "Spooky Heinze" das System hinterfragt, auf Fehler und Makel hinweist, dies, obwohl es um das Überleben etlicher schwerst kranker Patienten geht - würden meine Worte sicherlich nicht "dermaßen" ernst genommen, wie die von einem Uni-Professor, der eben diese Fehler aufzeigt, hierbei teile ich Herrn Prof. Dr. Gutmann´s Meinung! Ich schreibe und rede seit langer Zeit, noch weit bevor meine Webseite online gegangen ist, daher seit Mitte Oktober 2016. Und "Nein!", öffentlich hätte ICH die Worte wohl nie geschrieben, meine Meinung und Überzeugung bleiben bestehen, Herr Prof. Dr. Gutmann hatte dies im NDR-Interview getan und meine "Bedenken" geteilt! Mein Herz hängt an den Worten, da ich weiß, wie es auf der Intensivstation, versehen mit dem "HU-Status" (höchste Dringlichkeitsstufe für eine Transplantation) ausgesehen hatte! "Vae Victis", wehe den Besiegten, allen "HU" gelisteten und gestorbenen Wartepatienten auf der Liste! Deine Grunderkrankung gilt/galt es zu besiegen, mit einem lebensrettenden u. "LEBEN!" schenkendem Spenderorgan! Über die Worte von Herrn Prof. Dr. Frank-Ulrich Montgomery (Präsident der Bundesärztekammer) gilt es nachzudenken, der sagte: "Politisch kann man mit Organspenden keinen Blumentopf gewinnen, das wissen Politiker auch!" Einen Blumentopf sicherlich nicht, ein Menschenleben aber schon! Herr Prof. Dr. Frank-Ulrich Montgomery selbst ist für die "Widerspruchslösung", wörtlich: "Aus medizinischer Sicht, vor allem aber aus der Sicht der vielen schwerkranken Patienten auf der Warteliste wäre eine solche Regelung der Idealfall!", so der Ärztepräsident am Samstag in der F.A.Z. (mal).

Organisation Organspende in Deutschland:

"Überzeugt?!"

(Anmerkung: Die Grafik "Organspende in Deutschland" ist unter der Webseite der Deutsche Stiftung Organtransplantation, www.dso.de zu entnehmen.)