(Abbildung für die Sparte ist unter "Google", www.google.de zu entnehmen.)

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ein System kaputt ist, durch die Bezeichung "Organspenden-Skandale" zusätzlich kaputt gemacht worden ist, muss man alles dafür tun, das lebensrettende System wieder zum Laufen zu bringen und der Bevölkerung erneut Vertrauen zu ihrer/seiner persönlichen Entscheidung "Organspende" zu schenken!


Wenn das Bundesgesundheitsministerium für die Aufklärungsarbeit zusätzlich noch 100 Millionen (Quelle u.a. "Der Spiegel") ausgegeben hat, muss man sich fragen, ob man nicht da ansetzen sollte, wo das System massive Fehler aufweist!


So hätte nicht nur ein "neues Transplantationsregister" schon gleich bei der Verabschiedung des Transplantationsgesetzes ("TPG") im Deutschen Bundestag mit fest verankert werden müssen! Das war bislang nicht geschehen, trotz etlichen Bedenken über die Gefahr von Vergabe,- eher Verteilungs-/u. Wartelistemanipulationen und kein Register war als Ergänzung zum TPG vorhanden!


Ich möchte mich kurz fassen:

Kontakt zu unterschiedlichen Fernsehsendern und Zeitungen ist bereits von meiner Seite aus aufgenommen worden. Aber damit ist es längst nicht alleine getan, sollte es ggf. zu einem Sendebeitrag kommen!


Ein Lebens- u. Erfahrungsbericht eines Überlebenden "kann" helfen die Organspenden-Bereitschaft anzukurbeln. Was ich möchte ist, Hemmungen und Besorgnisse bei der Todesfestellung und maßgebenden Voraussetzung für die Entnahme der Organe u. Geweben zu zerstreuen! Nur sehr wenige Menschen eignen sich überhaupt für eine Organspende, nämlich diejenigen Personen, bei denen zuerst der (Gesamt-)Hirntod vor dem Versagen der Herz- u. Kreislaufstillstandsfunktion eintritt! Eine Hirntod-Diagnostik MUSS zwingend vorgenommen bei ausschließlich Organspendern(innen) werden, generell von langjährigen tätigen Neurologen, Neuro-Chirurgen oder/und von Intensivmedizinern auf der Intensivstation! Der/Die potentielle Organspender(in) MUSS zwingend in den Zustand des (Gesamt-)Hirntodes gelangen und künstlich beatmet werden, für die Konservierung der Organe. In Deutschland sind das ca. 1% aller jährlich Verstorbenen, die wirkliche Häufigkeit ist jedoch nicht bekannt. Umso wichtiger ist es deshalb, einen Organspendenausweis unterschrieben bei sich zu führen, um seine persönliche Entscheidund hinsichtlich Organspenden auf diese Weise kund zu tun!


Erst gestern war ich beim Rechtsanwalt und Notar vom "Weisser Ring". So hat er zwei Mandanten, die der Organspende äußerst skeptisch gegenüber stehen und tatsächlich annehmen, dass man viel zu früh für tot erklärt wird. Wir kamen ins Gespräch. Allein die Vorstellung ist vollkommen unbegründet und keineswegs hinterfragt! Denn was "steuert" denn sämtliche lebenswichtigen Körper- und Lebensfunktionen? Herz? Lunge? Vielleicht die Nieren? Natürlich das Gehirn! Wenn aber das gesamte Gehirn tot ist (Gesamthirntod, maßgebendes Kriterium für die Organentnahme, sollte der-/diejenige Spender/in sein), sämtliche "Lebens"funktionen (z.B. Herzschlag, Sauerstoffsättigung, Kreislauf, etc.) nur von Maschinen künstlich aufrecht erhalten werden können, muss man sich fragen, wie man ins Leben zurückkehren kann? Eben das ist nicht möglich! Was passiert, wenn man aber die Maschinen abstellt? Der Patient ist bereits längst tot, wobei der Gesamthirntod nicht zu verwechseln ist mit dem Koma, gleichgültig, wie tief das Koma ausfallen mag! Das Koma bezeichnet immer einen bewusstlosen Zustand, der Gesamthirntod das Lebensende eines Menschen! Ich selbst war während meiner Intensivstationszeit im tiefsten Koma, Hirnströme (re. Schläfe) und Bewegungen, wie unkontrollierbares Zucken waren hierbei noch festzustellen! Meine erneute große Bitte daher: Nochmals den Film vom SWR (unter der Sparte "Hirntod-Diagnostk") und das Heft "Kein Weg zurück" (DSO) ansehen und durchlesen. Besorgnisse, Hemmungen und sich aufwerfende Fragen hierzu klären sich anschließend schnell auf. Nicht nicht nur daran hapert es: An der Aufklärung! Entschuldigen Sie bitte, wer gesund ist, Pläne für die Zukunft hat, Familie oder Freund(in) hat, Beruf, Hobbys, Haus und Grund hat, zumindest einmal im Jahr in den Urlaub fahren kann, auch ggf. unabhängig von finanziellen Sorgen sein kann, der kann "Organspenden" für sinnvoll halten und sich dafür interessieren, zudem einen Organspenden-Ausweis ausfüllen und ihn unterschreiben. Andere wiederum gehen darüber weg, "Interessiert mich nicht!" und haben "andere Probleme", oder entgegnen "Ich "wollte" mir schon längst einen Spendenausweis zulegen, ich besorge ihn mir noch!". Wie sieht es als Wartepatient(in) aus, zumal beim gegenwärtigen Organmangel?! Was ist, wenn Sie oder du selbst Wartepatient(in) wärst, oder ein geliebter Angehöriger? Ihre Mutter, dein Papa, Bruder oder Schwester? Die Annahme "zu früh für tot" erklärt zu werden, Entschuldigung, das ist absoluter Quatsch u. keineswegs hinterfragt! Intensivmediziner tun alles dafür, um das Leben zu retten!


Informationen hierzu unter "Hirntod-Diagnostik" und  der Sparte "Zum Nachdenken". Eine Hirntoddiagnostik ist immens aufwendig, etliche Untersuchungen werden hierfür durchgeführt, sowohl manuelle, als auch maschinelle!


Ich möchte dabei helfen, wieder Vertrauen zu "Organspenden" zu gelangen und Verständnis für alle schwerst kranken Wartepatienten zu schenken. Die Bundesrepublik steht auf einem der letzten Plätze, was die Organspendenbereitschaft anbelangt, die Gründe für den drastischen Rückgang der Spendenzahlen sind vielfältig! Dafür muss es innerhalb der Bevölkerung einen starken Ruck nach vorne geben und innerhalb der Bundespolitik, Entnahme-Krankenhäusern und sämtlichen Verantwortlichen über eine Novellierung des gesamten Organspendensystems wiederholt nachgedacht werden und mehr Geld und Personal zur Verfügung gestellt werden. Ansonsten würden die Krankenhäuser nicht in dem massiven Leistungs- und Verdrängungswettbewerb stehen. Sehr traurig und tief enttäuscht bin ich darüber, dass keinerlei Gespräche zu dem lebensrettenden Thema "Organspende" von den Verantwortlichen mehr geführt werden und alles genauso gelassen wird, wie es war und leider immer noch ist, wobei erst neulich ist den Medien zu entnehmen war, dass eben durch das verabschiedete Transplantationsregister so gut wie keine Auffälligkeiten und Manipulationen mehr entstehen können! Ein guter Schritt nach vorne, was ist hingegen mit der Organspendenbereitschaft und der breitengreifenden Aufklärungskampagne, sind in diesen wichtigen Punkten positive Veränderungen festzustellen?! Bei einer Organtransplantation müssen nämlich viele Verantwortliche eng miteinander kooperieren: Sowohl der potentielle informierte und interessierte Spender(in) selbst, die Angehörigen der Organspender(innen), Intensivmediziner (wie verantwortliche Transplantationschirurgen, Neurologen. Neuro-Chirurgen) in den Entnahmekrankenhäusern, Pflegepersonal und die Vergabe-Stiftung  


Die DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation, www.dso.de) ist Koordinierungsstelle der Organspende in Deutschland. Eurotransplant, Eil-Kuriere, nämlich die Organtransporteure, Transplantationsbeauftragte und Transplantationschirurgen müssen eng zusammenarbeiten.


 

"Den Kranken muss geholfen werden!"

(John Quincy, Film "John Q." - Verzweifelte Wut)