Hinweis: Die Sparte "Zum Nachdenken" wird sets individuell angepasst, aktualisiert und zu einer Zeit wieder gelöscht für eine neue Sparte.


 

(Abbildung: Eine Initiative von der Deutsche Stiftung Organtransplantation, www.dso.de). Sonstige Abbildungen siehe unter "Google", www.google.de.

Persönliche Worte:

(Deutsche Stiftung Organtransplantation).

Erst wenn eine aufwendige Hirntod-Diagnostik bei einem künstlich beatmeten Patienten, welcher angeschlossen an die Herz-Lungen Maschine ist, vorgenommen wurde und anschließend der Gesamthirntod (endgültiger und nicht behebarer Ausfall von Groß,- Kleinhirn und Hirnstamm) festgestellt worden ist, erhält erst der Organspenden-Ausweis seine eigentliche entscheidende Bedeutung und rechtliche Gültigkeit für die Organentnahme!


Generell gilt, dass derweilige Patient zwingend künstlich beatmet werden muss, denn solange Sauerstoff im Körper ist wird das Herz immer weiterschlagen, unabhängig davon, ob der Patient bereits hirntot ist, oder z.B. im tiefen Koma (damit in einem bewusstlosen Zustand!) auf der Intensivstation im Krankenbett liegt u. wohlmöglich eine Herz-Lungen Maschine angeschlossen werden muss, z.B. beim Wiedererwärmen eines stark unterkühlten Patienten. Denn ab diesem Zeitpunkt, nach wiederholter Feststellung des (Gesamt-)Hirntods durch fachkundige u. erfahrene Neurologen, Neuro-Chirurgen oder langjährige Intensivmediziner auf der Intensivstation, dürf(t)en Organe erst entnommen werden, sofern der/die Patient(in) einer Organspende zu Lebzeiten zugestimmt hatte und seinen/ihren Willen in einem Organspendenausweis dokumentiert hatte, oder sich gegenüber seinen Angehörigen positiv einer Organspende geäußert hatte (mutmaßlicher Wille des Verstorbenen an die Angehörigen). Siehe hierzu die PowerPoint-Präsentation unter der Sparte "Organspenden-Vortrag", dem inbegriffen Sparte "Hirntod-Diagnostk" und den dazugehörigen Fernsehbeitrag des Süd-West Rundfunks. 


Eine Hirntod-Diagnostik ist immens aufwendig, vorab werden sowohl manuelle, als auch etliche maschinelle Untersuchungen bei dem Patienten durchgeführt. Aus diesem Grund schon ist die Befürchtung, "Man wird viel zu schnell für tot erklärt, man wird aufgeschnitten und dann ist man doch nicht tot!" vollkommen unbegründet! Manche, aber Gott sei Dank eben nicht alle Krankenhäuser scheuen diesen großen Aufwand, welcher inbegriffen selbstverständlich auch Kosten aufwirft.


Jedes Krankenhaus steht im Leistungs- und Verdrängungswettbewerb, Kostendruck und Personalmangel, es muss zwingend der Meinung entgegen gewirkt werden, "Es gibt ohnehin so wenige Spender, es hat doch keinen Wert mehr, warum soll man für eine gewisse Zeit bei einem bereits Verstorbenen (zweifelslose Feststellung des Gesamthirntods) eine teure intensivmedizinische Behandlung "künstlich" aufrecht erhalten?!". (Worte von Herrn Prof. Dr. Meiser, Präsident von Eurotransplant, welche Annahme er an manch´ eine Entnahmeklinik gerichtet hat.) Einige wenige Krankenhäuser umgehen daher die Hirntod-Diagnostik und großen Aufwand, das heißt, bevor es überhaupt dazu kommt und brechen die intensivmedizinische Behandlung nach einer Zeit vor der Frage "Organspender(in) Ja, oder Nein?!", oder es überhaupt zu einer Hirntod-Diagnostik kommt vorzeitig ab!


Manche Ärzte wiederum erkennen nicht, ggf. auch zu spät, dass es sich bei demjenigen Patienten um einen Hirntoten handeln könnte, gesetzt den Fall, er/sie wäre Organspender(in) gewesen. Es kommt aus diesem Grund nicht zu der ggf. vorgesehenen Organspende! Eine Hirntod-Diagnostik wird ausschließlich bei Organspendern vorgenommen! Die Antwort liegt in der Konservierung der Organe, bis zu dem Zeitpunkt, ab dem ein geeigneter Empfänger gefunden werden konnte, sofern der/die Spender(in) sich gegenüber den nahestehendsten Angehörigen zu Lebzeiten bereits über die Möglichkeit "Organspende" erklärt/zugestimmt hatte (Frage nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen), oder längst einen Organspendenausweis bei sich geführt und seinen/ihren Willen in ihm dokumentiert hatte! Auch in einer Patientenverfügung kann der eigene Wille des auf der Intensivstation liegenden Patientens für den Fall des eigenen Todes vorab niedergeschrieben werden!


Wobei jedoch generell gilt, dass ein lebender Patient für die Klinik lukrativer und wirtschaftlicher ist als ein Hirntoter, der auf der Intensivstation liegt und seine Organe bis zur Entnahme funktionstüchtig gehalten werden müssen! Eine Aufnahme auf die Intensivstation ist kostenintensiv, sei es entweder "lebend" oder eventuell bereits/nach einer Zeit hirntot! Hierbei möchte ich die pietätlos erscheinene Frage in den Raum stellen: "Was kostet das (Über-)Leben eines Menschen?" Krankenhäuser sind Wirtschaftsunternehmen und rein betriebswirtschaftlich gewinnorientiert, müssen bei Verlusten Einsparungen u. Kürzungen vornehmen! Sie müssen prinzipiell mehr Geld einnehmen als sie ausgeben, ergo ist für sie nicht nur das Wohl des Patienten wichtig, sondern auch seine möglichst profitable Versorgung. Gesundheit wird zum Kostenfaktor und der Mensch zum Konsumenten medizinischer Versorgung. Spätestens seit Einführung von prospektiver Finanzierung und Fallpauschalen in Krankenhäusern steigt der Kostendruck ins Unermessliche - auf Krankenhäuser, Ärzte wie Personal und letztlich "Sie", die Patienten. Ein weiterer Grund des massiven u. fatalen Organmangels, im Jahr 2017 waren es lediglich 797 Spender (laut DSO), die ihre Organe postmortal freigegeben, besser ausgedrückt gespendet hatten!


Die Worte unter der Sparte "Zum Nachdenken" sollen Leser- und innen dafür interessieren und genauer zu überlegen, woran das eigentliche Problem scheitert, die Obhut für Organspenden tragen verantwortliche Ärzte in den Entnahmekliniken, die Schwachstellen mancher "nicht wohlhabenden" Kliniken aber liegen in der Organisation! Auch kann ich seit langer Zeit nicht erkennen, dass es mit der Spendenbereitschaft drastisch nach vorne geht!? "Der berühmte Schub nach vorne!" Ein gutes Beispiel ist Spanien, bei dem Land die höchste Spendenzahl zu verzeichnen ist, übrigens möchte ich betonen: Immer schon! In Spanien gilt die sog. "Widerspruchslösung", übrigens wie in überwiegend vielen europäischen Mitgliedsländern, unabhängig davon, ob sie der privaten Stiftung "Eurotransplant" (Sitz in Leiden, Niederlande) angeschlossen sind oder nicht! Wer (Gesamt!-)hirntot ist, wobei der endgültige und unbehebbare Ausfall des Klein,- Großhirns und des Hirnstammes gegeben sein MUSS, hat keine Chance ins Leben zurückzukehren, das Lebensende ist erreicht! 


In dem Fall liegt es eben nicht nur an den schlimmen und fatalen Nachrichten über die "Organspenden-Skandale", zu Lasten aller schwer kranken Wartepatienten auf der Liste, was den drastischen Rückgang der Spenderzahlen anbelangt! Hauptproblem ist nach wie vor die mangelnde Aufklärung über die Möglichkeit seine Organe und Geweben für den Fall des eigenen Todes schwer kranken Wartepatienten zu spenden! Für das Leben anderer Menschen! Potentielle Organspender(-innen) müssen auch gelistet werden, finanzielle und wirtschaftliche Erwägungen dürfen bei einer Transplantaion keine Rolle spielen, von der Spenderseite her (so werden z.B. auch nicht die Bestattungskosten übernommen), als inbegriffen aus der Sicht der für eine Organentnahme gelisteten Krankenhäusern (Entnahmekrankenhäuser)! 


Nach wie vor ist und bleibt "Organspende" ein Akt der Nächstenliebe! Jeder für sich sollte seine persönliche Entscheidung treffen, aus diesem ersichtlichen Grund halte ich es für richtig, dass es zur Zivilcourage gehört sich mit dem wichtigen Thema auseinderzusetzen und den Organspenden-Ausweis bei sich zu führen, z.B. ggf. auch seine Entscheidung im Personalausweis, Krankenversicherungskarte, oder Führerschein (nachträglich, oder bei der Aktualisierung der digital einlesbaren Karten) einlesen zu können! Bisher gilt, dass ausschließlich ein entsprechender Organspendenausweis, eine Patientenverfügung, oder der mutmaßliche Wille eines Verstorbenen zu einer Organspende führen und rechtfertigen kann! So wie man den Personalausweis bei sich führen muss sollte gesetzlich verankert werden, einen Organspendenausweis und/oder seine persönliche Entscheidung "Pro oder Contra" in einer dieser Karten festzuhalten! Es muss einen starken Ruck nach vorne geben, überwiegend viele Wartepatienten auf der Liste erhalten kein, oder nicht rechtzeitig ein Spenderorgan! Die lebensrettenden Spenderorgane werden über die Stiftung Eurotransplant (Leiden, Niederlande) vermittelt, hierzu bitte die Sparte "Spitzenreiter Spende" (den Bericht von "Spiegel-online") durchlesen. Ein weiterer Punkt ins Detail "Rückgang der Spenderzahlen" zu gehen. 


Etwas weiter unten stehen drei Meldungen, über die Sie gerne nachdenken können. Die Spender, oder die Angehörigen der Verstorbenen wollten, dass schwer kranke Menschen eine neue Chance erhalten, um weiterleben zu können! Für die Spender wurde mehr als alles getan um das Leben zu retten, leider gab es für sie keine Möglichkeit mehr. Der Dank und das Glück der Empfänger des jeweiligen Spenderorgans lassen sich nicht in Worte umschreiben!

"DGIM"-Positionspapier warnt vor Gewinnstreben in der Klinikmedizin.

"Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin" beobachtet die Entwicklung der Medizin in Krankenhäusern mit Sorge!
(Hinweis: Die "Pdf.-Datei" ist online verfügbar und wird NICHT auf dem PC gespeichert!)

Schülerin Jemima (+13) rettet 8 Menschenleben, "Bild-Zeitung".


"Ich mache Extrem-Sport mit dem Herz eines anderen Mensch" (Ironman Elmar Sprink, 45), "Bild-Zeitung".


Zu Rudertrainer Stefan Henze (+35), Organspender. "Stern".

 

Thematisierung Rückgang der Organspenden-Zahlen


(Quelle: "Der Westen".)

Olympiareif! Verunglückter deutscher Kanu-Trainer: Brasilianerin läuft mit Herz von Stefan Henze (+35).

(Anmerkung: Dieser Fernsehbeitrag ist unter "SpiegelTV", oder auch "YouTube", www.youtube.com zu entnehmen.)