("Die drei von der Tankstelle", Aufführung vom 15. September 1930. Neben Willy Fritsch, Oskar Karlweis und Heinz Rühmann spielte Lilian Harvey die weibliche Hauptrolle.)

Ein großes Entschuldigung

möchte ich all´ denjenigen schreiben, die mich beim Vorbeifahren oder auf der Straße grüßen!

Es sieht unverschämt, arrogant und keineswegs schön aus, für die Fälle, wenn ich nicht zurückgrüße und an Ihnen/Dir und euch vorbeifahre, entweder weil ich Sie/Dich schlicht zu spät sehe, oder weil ich Sie/Dich nicht kenne und zu einem Zeitpunkt sich ein Kennenlernen eventuell ergibt!

Mir selbst ist das überaus peinlich und ich bitte vielmals um Entschuldigung!

Manchmal hat es andere Gründe und wünschte mir selbst, dass ich wüsste, woran das bei mir liegt! Es ist mein Fehler und ich bitte um Entschuldigung! Mit Ihnen/Dir hat das für die Fälle nichts, oder bei manchen Bekannten wenig zu tun! "Bekannte" kommen und gehen, Freunde bleiben!

Ich freue mich stets wirklich sehr darüber und Ihren/Deinen Gruß! Dankeschön hierfür!

Eins bitte ich hierbei zu verstehen, eventuell kann ich auf ein kleines bisschen Verständnis stoßen und hoffe, Sie/Du sehen/siehst es mir bitte nach:


Zu meiner Zeit auf der Intensivstation brauchte ich eine Menge an Kraft, um den harten Weg durchzustehen. Von Herzen hatte ich mir zu dieser Zeit gewünscht, dass an schweren Momenten während der Krankenhauszeit meine ehemaligen Freundinnen/Freunde mir zu Seite stehen würden, mich unterstützen, helfen und sich für mich engagieren würden. Hierbei handelte es sich um lediglich ein kleines Telefonat, einen Besuch, eine kleine Umarmung, schlicht, die Gegenwart eines Freundes, an die ich glaubte(!) und umgekehrt, die an mich glaubten und von Herzen wollten, dass ich wieder gesund werde und auf die Beine komme! Demnach den berühmten Schub nach vorne, durch meine Freunde/innen. Ein/e Freund/in sollte dich von Herzen lieben, dir vertrauen, umgekehrt du ihr/ihm.


Ein/e Freund/in ist für mich jemand, der/die dich ohne große Worte unterstützt, dir helfen möchte, deinen Kummer, Sorgen und Schmerz spüren und gut nachvollziehen kann, woran es bei ihm/ihr liegt, ihm helfen möchte, wenn er am Boden ist, ohne jegliches großes Nachfragen, ob er/sie das tun soll! Ein Freund sollte für dich da sein, an dich glauben, dir helfen, wenn du etwas nicht schaffst, ein Freund sollte sich für dich engagieren und alles dafür unternehmen, dass du dein Vorhaben schließlich schaffst! Den Mut dazu haben, an dich zu glauben und dich stärken, Einfühlungsvermögen besitzen, dich auch mal überraschen mit einem unangekündigten Besuch, dich mit ihm/ihr streiten können und anschließend wieder vertragen. Ein Freund sollte immer für dich da sein, mit dir traurig sein können, wenn es dir zu einem Zeitpunkt schlecht geht, deine Ideen teilen und auch ein contra geben können.

Nicht jeder, der mit dir feiert ist dein Freund, nicht jeder, der mit dir lacht, sondern derjenige, der auch an traurigen Momenten mit dir fühlt, deinen Kummer teilt und versucht dich zu trösten, ihm wieder auf die Beine hilft und neue Hoffnung, Kraft schenkt, aber auch derjenige, der sich für dich freut ist dein wahrer Freund!


Vertrauen ist eine Sache, die so schwer zu gewinnen ist, wie ein Leben zu retten ist! Vertrauen muss wachsen und sich lange Zeit beweisen! Vertrauen zeigt sich erst dann, wenn es darauf ankommt und wer in den Fällen zu einem steht! Nach mehreren Enttäuschungen und Niederlagen, was Freundschaften anbelangt, habe ich mir folgendes vorgenommen:

Während meiner harten Zeit auf der Intensivstation, auch als ich wieder auf die Beine gekommen war, waren nur äußerst wenig Freundschaften übrig geblieben. Kein Besuch, kein Telefonat, kein "gut gemeinter Brief" mit Genesungswünschen, keine eMail und SMS. Wer ein wahrer Freund ist, musste ich anschließend abschätzen. Daraus lernt man und sammelt bittere Erfahrungen für das Leben. Freunschaften bestehen aus Gegenwart!


Ehrlicherweise muss ich jedoch zugeben ist der Punkt, dass ich zu dieser Zeit nicht sprechen konnte, nicht mehr laufen konnte, ein Kunstherz in mir trug, ich mich mit ihnen nicht verständigen konnte, nicht aufstehen konnte, nicht in der Lage war mich zu freuen für den Fall, als ich einen Besuch bekam und meine Freunde waren anwesend und ich nicht mehr derselbe war, den sie damals kannten! Demnach musste ich mir alles wieder neu aufbauen, insbesondere das Leben.

Ist das ein Grund?!


 

Ein Freund, ein guter Freund ist das beste, was es gibt auf der Welt!

Lebens"weisheit":

Wenn du alles verlierst, dann lass´ dir von NIEMAND sagen, dass du etwas nicht kannst!

... in Erinnerung an meine ehemaligen "Freundinnen- und Freunde". Manchen hatte ich das Denken und Handeln nach einer Zeit verziehen, anderen keinesfalls!

("Die drei von der Tankstelle", Aufführung vom 15. September 1930. Neben Willy Fritsch, Oskar Karlweis und Heinz Rühmann spielte Lilian Harvey die weibliche Hauptrolle.) Der Videobeitrag ist unter "YouTube", www.youtube.com zu finden.

Geschenktes Leben durch die Organspende.

"Ich bin wieder zurück!"