Vorerkrankungen bei einer Organspende:


Eine Organentnahme kann z.B. bei bestimmten Infektionen (z.B. bei HIV, AIDS, oder Ebola) oder bei Krebserkrankungen ausgeschlossen sein. Menschen mit HIV, ansteckender Tuberkulose, nicht behandelbaren Infektionen wie Tollwut oder Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, sowie bösartigen Tumoren dürfen nicht spenden, bei Diabetes auf dem Spendenausweis bitte vermerken. Bei allen anderen Erkrankungen entscheiden die Ärzte nach den erhobenen Befunden, ob eine Organspende infrage kommt. Ist eine chronische Krankheit bereits bekannt, sollte sie auf dem Organspendeausweis unter „Platz für Anmerkungen/Besondere Hinweise“ notiert werden. In der Regel aber gilt, dass die Transplantationschirurgen über die Spende und deren Möglichkeiten für den Empfänger entscheiden.

 

Wer erhält meine Organe, welche Voraussetzungen gibt es für die Spende meiner Organe für den Empfänger?


Das kann im Voraus nicht gesagt werden. Es gibt viele Faktoren, die entscheiden, wer ein bestimmtes Spenderorgan bekommt. Dazu gehören zum Beispiel Blutgruppe, Alter (beim Herz), Gewicht und die Gewebemerkmale. Je ähnlicher die Merkmale von Spender und Empfänger sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass nur geringe Abstoßungsreaktionen auftreten. Bei sehr unterschiedlichen Gewebemerkmalen ist eine Abstoßung wahrscheinlicher. Die gemeinsame Warteliste des Verbundes von Eurotransplant, dem Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Slowenien und Ungarn angeschlossen sind, erleichtert es, die optimalen Empfänger zu ermitteln.

 

Gewebemerkmale für die Organspende:


Bei Menschen, die für eine Transplantation infrage kommen, werden die Gewebemerkmale bestimmt. Das Ergebnis dieser Gewebetypisierung wird an die Vermittlungsstelle, die Stiftung Eurotransplant, gemeldet. Diese Typisierung wird auch bei der Organspenderin oder dem Organspender durchgeführt.

Je ähnlicher die Gewebemerkmale, die so genannten HLA-Merkmale (Human Leucocyt Antigen), der spendenden und der empfangenden Person ausfallen, desto schwächer wird voraussichtlich das Immunsystem des empfangenden Menschen auf das fremde Organ reagieren. Im Umkehrschluss gilt: Je unterschiedlicher die Gewebemerkmale sind, desto leichter wird der Organismus der Empfängerin oder des Empfängers später ein übertragenes Organ als Fremdkörper erkennen. Dadurch steigt die Gefahr einer Abstoßung. Deshalb wird angestrebt, Organe mit möglichst ähnlichen Gewebemerkmalen zu finden.

(Quelle des Textes:)

www.organspende-info.de, Bild ist unter "Google" zu finden.