Die (Gesamt-)

"Hirntod-Diagnostik"


 

- Durch Neurologen, Neuro-Chirurgen und/oder Intensivmediziner -


  

Die Abbildung rechts zeigt den (Gesamt-)Hirntod.

Linke Abbildung zeigt intaktes, durchblutetes Gehirn (sichtbar mit Hirngefäß-Angiografie) - Abbildung rechts zeigt den Hirntod. Bei ihm sind die Hirnzellen aufgrund fehlender Durchblutung und massiver Schwellung des Gehirns (Sauerstoff u. Nährstoffe) abgestorben und das Lebensende eines Menschen ist somit erreicht. (Abbildungen für die Sparte der Webseite sind unter "www.google.de" zu entnehmen.)

Merke:

Rechte Abbildung zeigt das maßgebende Kriterium für eine Organentnahme beim Spender, bzw. eine anschließende Transplantation! Der (Gesamt)-Hirntod tritt beim Rückenmark (an der Schädeleintrittshöhle) ein und markiert das Lebensende eines Menschen. Siehe hierzu das Informationsheft "Kein Weg zurück" (DSO).

Achtung: Dieser Fernsehbeitrag zeigt hirntote Menschen!

(Quelle: Dieser Fernsehbeitrag ist unter "YouTube" zu finden!)

"Organspende - Zwischen Tod und Hoffnung", Dokumentarfilm (zur Hirntod-Diagnostik)

Organe und Gewebe dürfen erst entnommen werden, nachdem der Tod des Organspenders festgestellt wurde. Das ist im Transplantationsgesetz (TPG) streng geregelt (§ 3 Abs. 1). Einzige Ausnahme bildet die Lebendorganspende, bei der ein Organ oder ein Teil eines Organs von einem lebenden Menschen entnommen wird.


Ein spezielles Verfahren zur Feststellung des Todes ist die Diagnostik des unumkehrbaren Hirnfunktionsausfalls (Hirntod). Beim Hirntod sind die Gesamtfunktionen des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstammes unwiederbringlich ausgefallen. Die Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes wird gemäß den gesetzlichen Vorgaben durch die Bundesärztekammer erstellt und muss vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigt werden.


 Was ist der unumkehrbare Hirnfunktionsausfall (Hirntod)?


Die Angiographie macht die Blutgefäße im Gehirn sichtbar. Links: Das normal durchblutete Gehirn. Rechts: Die fehlende Durchblutung, die im Falle des Hirntodes vorliegt. Der unumkehrbare Hirnfunktionsausfall (Hirntod) ist definiert als Zustand der unwiederbringlich erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Er kann beispielsweise als Folge einer Hirnblutung, einer schweren Hirnverletzung oder eines Hirntumors eintreten.

Das Gehirn wird durch Blut konstant mit Sauerstoff versorgt. Da es sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel reagiert, kann bereits eine Unterbrechung der Blutzufuhr für wenige Minuten zu einer bleibenden Schädigung und letztendlich zum unumkehrbaren Ausfall der Funktion von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm führen. Mit dem Hirntod ist das Gehirn als übergeordnetes Steuerorgan der elementaren Lebensvorgänge unwiderruflich ausgefallen und der Tod des Menschen sicher nach neurologischen Kriterien festgestellt.


Fragen und Antworten für den unumkehrbaren Hirnfunktionsausfall (Hirntod) unter Organspende-Info (bitte anklicken), oder dem Informationsheft "Kein Weg zurück", Deutsche Stiftung Organtransplantation, DSO (siehe unten).

(Quelle der Abbildung: www.dso.de, Deutsche Stiftung Organtransplantation.

  • Deutsche Stiftung Organtransplantation, DSO, www.dso.de

Kein Weg zurück

(Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), zur Hirntod-Diagnostik)

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