Harte Lebenseinschnitte

Deutsche Stiftung Organtransplantation, DSO

WARNUNG:

Sensible Personen sollten die Sparte "Lebensweg" umgehen und meiden!


 

Vergangener Untersuchungstermin

(Brief an eine Ärztin der MHH)

 

Sehr geehrte Frau Dr., ...

bei meinem vergangenen Untersuchungstermin sagten Sie, dass ich "zu jung" und "es kein Alter sei" und meinten damit den Tod, im Hinblick auf meine eigene Entscheidung/Ablehnung zu einem erneuten  Herzkatherter! 

Sie haben sicherlich keine Zeit für meine ganze Lebensgeschichte, was für mich selbstverständlich ist! 

Ihnen möchte ich lediglich mitteilen, dass ich im Jahr 1974 meinen ersten Infarkt (mit knappen 3 Monaten!) hatte und gleich Anfang 1975 zum ersten Mal operiert worden war - als Säugling, mit knappen 5 Monaten

Ich bin davon überzeugt und sicher, dass es in den 70érn absolutes Neuland, reinste Fiktion war, einen Säugling mit einem der seltensten Geburtsfehlern am Herzen zu operieren! 1974 wurde das "Bland White Garland Syndrom" diagnostiziert. Seit diesem Jahr werde ich von der MHH betreut. Sie hatten meine Vermutung bestätigt, dass es weltweit die erste Operation war einen Säugling am Herz zu operieren, die geglückt war! 

In dem Fall war ich schon damals "zu jung". Sie kennen meine gesamte Krankenakte und ich halte Sie für eine hervorragende Ärztin! 

Weitere Herzinfarkte folgten (4 an der gesamten Anzahl), multiple Lungenembolien, beidseitige Oberschenkelthrombosen, mehrmaliges Nierenversagen, Leberstau, ich hatte Blut gespuckt und keine Luft mehr bekommen, ein Kunstherz, das kurz vor der HX-Transplantation auch noch IN MIR kaputt ging, einen Schlaganfall bei der äußerst langen TCI-Implantation (knappe 14 Stunden!), Sprache war vollkommen weg, rechter Fuß/Zehen waren vollständig gelähmt, Psyche war zerstört, Todesängste ausgestanden,... im Koma gelegen,... im Koma geträumt, wusste nicht, WER und WO ich war, WAS wir für ein Jahr haben, WAS ich für ein rauschendes und tickendes Gerät in mir hatte, als ich langsam aufgeweckt worden war, dachte ich, ich wäre in Japan,... habe meine Mutter nicht erkannt, usw. - Neurologisch hatten die Chirurgen diese Zeit natürlich schriftlich festgehalten! Von einer Zeit zu der anderen und wieder zu wieder. 

Kurz vor dem Kunstherz, wobei das erste bereits implantierte TCI-Heartmade nicht funktioniert hatte, wurde meine täglich einzunehmende Trinkmenge auf lediglich wenige Milliliter reduziert! Von ärztlicher Sicht aus angeordnet, dies über einen Monat, da es mein "Geburtsherz" nicht zu schaffen drohte! Aus diesem ersichtlichen schrecklichen Grund kenne ich auch das schreckliche Gefühl, zu Verdursten! Verdursten ist bei Weitem schlimmer, als zu verhungern! Die Nieren vergiften sich in dem Fall selbst! Woraus sogenannte "Nah Tod Erfahrungen" und Alpträume bestehen muss ich Ihnen keineswegs schreiben! Als ich für Tage nach Hause durfte, fiel der Strom aus und hatte, schon wieder, Todesängste! Das Kunstherz war schwer und innerhalb meines kranken Körpers implantiert, unhandlich und auch jeden einzelnen Tag zu hören, es war laut! Einschlafen gelingt mir jetzt durch meine ausgeprägte Posttraumatische Belastungsstörung kaum, oder in den wenigsten Fällen! So oft musste ich um mein Leben kämpfen, von kleinauf, der Weg zu meinem Spenderherz hat Spuren hinterlassen! Ich liebe es mit ganzem Herzen!

Monate lang lag ich nur auf der Intensivstation, jeden Tag fand eine Blutabnahme statt, jeden Tag röntgen, Infusionen an den unteren Handrücken und Handballen, da die Infusionen in beiden Venen nicht mehr möglich waren, jeden Tag Heparin-Spritzen in den Bauch, der mit der ganzen Zeit hart wurde, ich war insofern auch nicht mehr fähig dazu, alleine auf die Toilette gehen zu können, dass Krankenpflege-Personal, Pfleger- und Krankenschwestern hatten mich auch jeden Tag gewaschen und getröstet an den äußerst schwierigen psychischen Momenten und Nervenzusammenbrüchen, jeden Tag musste ich weiterkämpfen und das Sprechen wieder neu erlernen, wobei es mir überhaupt nichts ausmachte, gut, wenig, dass meine Haare durch die Infusionen, die mir während der langen Nuklearmedizin-Untersuchung verabreicht worden waren (Dauer schätzungsweise 7-8 Stunden, eine Infusion nach der anderen, um abzuschätzen, ob mein Geburtsherz noch zu "heilen" ist und eine realistische Chance hat, ggf. mit Medikamenten), büschelweise ausgefallen waren und die Ärzte abschätzen wollten, ob mein Geburtsherz noch zu retten war, letztlich führte der Weg, die Untersuchung auf die Transplantation hinaus, mein rechter Fuss hatte durch das lange Liegen im Krankenbett ein kleines schwarzes Loch in der Ferse, welches erst in der Reha im Krankenbett aufgeschnitten wurde, die Zehen waren vollkommen gelähmt, den Schlaganfall musste ich psychisch hinnehmen und überstehen, dass Sprechen Stück für Stück und jeden Tag mehr neu erlernen, jeden Tag ging es mir noch schlechter, nicht einmal mehr Essen und Trinken konnte ich bei mir behalten, die Organe gaben vollständig den Kampf auf!

Erinnern kann ich mich noch daran, dass von Woche zu Woche die zu engen Thrombosen-Strümpfe gewechselt wurden, ich durchweg immer engere und straffendere Stümpfe tragen musste, irgendwann konnte ich die Schmerzen nicht mehr aushalten und hatte sie von meinen Beinen nahezu runtergerissen, wenn das überhaupt möglich war! Die "Elefanten-Beine" wurden stets hoch gelagert. Auch habe ich bislang noch die zahlreichen Atemübungen in meinem Kopf, das Gerät mit den kleinen Bällchen und die alltägliche Beatmungsmaske, die um die Ohren zu tragen war. Bei den turnusmäßigen Urin-Abgaben hatte ich geschwindelt, eher das müssen, Grund war dafür, dass ich zu großen Durst hatte und ich mich in die Halle unten an den Automaten schlich, zusammen mit dem Infusionsständer und mir ein kaltes Getränk gezogen hatte. Die Urinproben waren dafür da, um abschätzen zu können, wie viel Urin ich täglich abgebe und geschwindelt hatte ich damit, dass ich das Urin mit wenig Leitungswasser vermischt hatte. Die wütende Ansage von Herrn Dr. Hornig habe ich bis heute im Ohr, zu vergessen war sie niemals! Natürlich war ihm mein Verfahren und Handeln aufgefallen! Ich wollte lediglich etwas, irgendwas zu trinken haben, vollkommen gleichgültig, um welches Getränk es sich handelte! Frau Dr., - können Sie sich die immensen Schmerzen beim Verdursten auch nur annähernd vorstellen, extrem hohen Durst zu haben und sich an die vorgeschriebende tägliche Milliliter-Trinkmenge zwingend zu halten, damit Sie den Weg überleben? Selbst wenn Sie das vage vorstellen können, wird es Ihnen nicht gelingen, den harten Weg auch nur annähernd nachzuempfinden! Das können ausschließlich Betroffene!

In Erinnerung geblieben sind so zum Beispiel auch die täglichen und zu wechselnden Infusionen über beide Halsvenen, selbst die wiederkehrende Speisekarte der medizinischen Hochschule konnte ich zu keinem Zeitpunkt vergessen, aufstehen morgens um 06:00 Uhr, routinemäßig Temparaturmessungen, Gewicht, dass Routineprotokoll der Krankenschwestern/Pflegern, die zahlreichen Spritzen und die täglichen Atemübungen. Für den Fall, dass ich selten aufstehen musste und gerne auch wollte, wurde ich durchweg mit dem Rollstuhl zu den Untersuchungen über und durch die Gänge/Stationen gefahren. Fahrstuhl hoch und runter. Selbst die Stimmenlage (hoch oder tief), Gesichtsausdrücke  und Worte, die mir von den Krankenschwestern und Pflegern gesagt worden waren, es ist so viel von der Zeit hängengeblieben, wenn es heute nur Abschnitte, manchmal jedoch gravierende Flashbacks sind! Ich bin davon überzeugt, dass so ein gravierender Lebensabschnitt einen Mensch prägt, wie ein unauslöschbarer Stempel für das Leben. Überwiegend viele Ärzte und Chirurgen teilten meinen Eltern auf "charmanter Art und Weise" zusätzlich mit, dass ich, nach der äußerst langen TCI-Kunstherz Operation und Schlaganfall, wohl nie wieder sprechen könnte, die Worte waren gravierend undeutlich und ein Kauderwelsch, zusätzlich zu dem ich das Sprechen, die einzelen Buchstaben wieder neu erlernen müsste, auch dieser Punkt war erstmal hinzunehmen und zu verkraften. Andere diensthabende Ärzte hatten mich aufgegeben, der Gesundheitszustand war zu schlecht, aus diesem Grund wurde eine arg´ schlechte Prognose für das, vielmehr ein vages Überleben gestellt! Ein großer Schock! Ihr eigenes Kind?! Es war schwer hinzunehmen, keineswegs zu akzeptieren und meine Eltern hatten zu dieser Zeit durchweg an mich geglaubt! Meine ehemaligen Freundinnen und Freunde hatten mich einmal auf der Intensivstation besucht, anschließend folgte daraufhin keinerlei Besuch mehr, was mir übrigens sehr weh getan hatte! Sie hätten mir die Kraft geben und Hoffnung schenken können, um den harten Weg zu meistern, leider war es vergebens! Im Nachhinein betrachtet tut das Handeln von ihnen mir sehr weh! Sie konnten mit dem Bild von mir nicht (mehr?) umgehen, leider war dem so. Ob sie mir nicht "auf einer Art und Weise" wehtun wollten, möchte ich in den Raum stellen und Ihrer Meinung überlassen. Echte und wahre Freundschaften zeigen sich generell erst zu dem Zeitpunkt, wenn es darauf ankommt, alles andere stellen leider nur flüchtige Bekanntschaften dar! 

Meine Mutter teilte mir vor einiger Zeit zusätzlich mit, dass ich, als ich geboren war, mein Gesicht nach wenigen Wochen zwei bis drei Mal so dick und "angeschwollen" war, wie es heute der Fall ist und es hatte eine gelbliche Farbgebung, vermutlich nach der Geburt durch die kranke Leber. Ferner musste ich als Säugling schon Tuberkulose hinnehmen und überstehen. Ein langer und überaus schmerzhafter Weg zu meinem Dasein liegt hinter mir und bis zu dem, was ich heute bin! 

Das, was ich jetzt bin und Sie an mir an den regelmäßigen Untersuchungsterminen sehen können, habe ich mir selbst hart erarbeitet, mit Gottes Hilfe! Dass Fünktchen "Hoffnung", ich konnte aufgrund meines damaligen lebensbedrohlichen und äußerst schweren Gesundheitszustandes nicht mehr an Hoffnung glauben, Gott und die Ärzte der Medizinischen Hochschule hatten niemals aufgegeben, habe ihm mein Leben anvertraut, am Ende hatte ich ebenfalls auch mit- und weiterkämpfen müssen! Mich hatte ich an diesen psychisch labilen und zerbrechlichen Momenten aufgegeben! Ich stellte ein Gefäß dar, das längst zerbrochen war!   

KEIN(!) einziger Arzt, seien  es Chirurgen der MHH, oder niedergelassene Internisten wagen an meinen Worten zu zweifeln, nach den unterschiedlichen langen und großen Narben wird  selbstverständlich nachgefragt - und selbstverständlich JA, auch Säuglinge können Traumata in der frühen Kindheit erleiden! Als Kleinkind musste ich schon viel, ZU VIEL verarbeiten. Zeiten, die meine Seele zerstört hatten, darin inbegriffen sind Bilder und Schmerzen, die kein Kind erleben sollte! Die Realität war anders. Bilder, furchtbare Zeiten im Krankenhaus und unmenschliche Schmerzen durchhalten! Die damaligen Chirurgen gaben mir keine Überlebungschance, Herr Prof. Dr. Kalfelz, Frau Dr. Lummer von der Kinderpoliklinik und andere! Das wurde meiner Mutter/meinen Eltern damals mitgeteilt, ganz hart und offen - es war DER Versuch, der geglückt war, das maximale Ultimum war bei weitem überschritten! Die reinste Fiktion, im Jahr 1975 als Säugling,... kaum zu realisieren, wenn man den harten Weg betrachtet! In diesem Fall gelte ich als unangefochtener "Weltmeister". Klingt arrogant, aber meinen Respekt zu "Überleben" habe ich schon früh erlitten! 

Demnach kennt mein Leben NUR Krankenhaus, Krankheit, Kummer und Leid! WIE, so frage ich Sie, soll ein Kind überhaupt aufwachsen, dem schon seit der Geburt schlechte Chancen auf ein "herkömmliches" Leben eingeräumt worden war?! Ein Kind, dass seit der Geburt Infusionen und Medikamente einnehmen muss, um zu überleben? Was passiert mit der labilen Psyche, wie verändert sich das Denken, Handeln und die Gefühlswelt von ihm? Schauen Sie doch bitte ÜBER den Tellerrand! Meine Jugend, EINE Jugend kannte ich nicht - sie fand bei einem niedergelassenen Kardiologen, manchmal auch im Krankenhaus statt. Wo viele Kinder gespielt und gelacht hatten, unbeschwert aufwuchsen, musste ich heftig WEINEN! Schon zu Kinder- und Jugendzeiten war mein Geburtsherz äußerst schwach und ich musste mich nach der Schule immer hinlegen, als kleines Kind hatte ich als Medikament "Lanitop" täglich einnehmen müssen, mit einem Stück Würfelzucker. Dennoch hatte ich meine Schule, Ausbildung und Studium gemeistert, was mich mit etwas Stolz erfüllt! 

Ich habe mich IMMER gegen die Vorstellung gewehrt, krank zu sein! Lesen Sie sich diese Worte bitte bis zum Ende durch und beurteilen Sie, für sich selbst, ob es "Leben" darstellt! Für mein neues und geschenktes Leben bin ich mehr als überglücklich, für die harten Lebensabschnitte umso weniger! 

In einem medizinischen, sozialgerichtlichen Gutachten von einem Psychologen und Neurologen wurde schriftlich festgehalten, dass eine kindgerechte Entwicklung NICHT möglich war! Durch Herzinfarkte, durch Misshandlungs- und Mißbrauchsfälle, usw. - Selbst der Weisser Ring hatte diese Zeilen bestätigt, ferner meine Psychotherapeutin vom Weisser Ring. Man muss das Gesamtbild erkennen können und nicht von Oben beurteilen! Nur Gott steht das zu! 

Können Sie sich noch an (heute) Prof. Dr. Gohrbrandt erinnern, der die Streptokokken-Infektion stoppen musste und mir OHNE NARKOSE ein "schönes" rundes Loch mit dem Skalpell in den Bauch geschnitten hatte, damit die Infektion mit dem Blut abfließen konnte? Auch dieses Verfahren war nur ein vager Versuch,... auf dessen Erfolg die Ärzte und Chirurgen gehofft hatten! Beißholz, ummantelt mit einem Handtuch? Dies, ferner die damaligen Schmerzen und andere Erinnerungen quälen mich! Sie wissen als Ärztin bestens, dass, sofern die Infektion weiter zum Herz hochgezogen wäre, ich Ihnen diese Zeile nicht schreiben hätte können! 

In dem Moment, als Herr Prof. Dr. Gohrbrandt das Loch in den Bauch geschnitten hatte, blutete und blutete es nur so raus, stark und heftig! Mein ganzer Körper schwitze stark, von der Haarspitze bis zu den Zehennägeln war mein gesamter Körper pitschnass geschwitzt! Und DAS, Frau Dr., war pure Todesangst! Dass Krankenpflegepersonal musste die Wunde jeden einzelnen Tag versorgen, über mehrere Tage! Die Krankenschwestern hatten die Befürchtung, dass ich verblutete, der Blutfluss war nicht zu stoppen! Starke und dicke Mullbinden, Tücher, Verbände waren nach nur kurzer Zeit vollgesogen mit Blut! Dass Krankenbett war rot, Bettdecke, Kissen, Unterbett, Teile vom Bettrahmen und die Triangel und nicht, wie es herkömmlich aussieht, weiß! Jeden Tag wurde es gewechselt, manchmal auch zweimal am Tag. In diesen Momenten hatte ich mit meinem Leben abgeschlossen, mir Sorgen gemacht, was aus Sascha (Neffe) wird, meine Eltern waren in Astfeld und nicht jeden Tag auf der Intensivstation bei mir. Die Chirurgen hätten die Todesnachricht überbringen müssen! 

Die Medizinische Hochschule ist erst gegen Ende 1965 gebaut worden, zum ersten Mal war ich 1974 als Kleinkind Patient der Med. Hochschule, demnach kenne ich die MHH wohlmöglich länger als manch´ ein Professor oder Doktor! Als Kind hatte ich stets Angst vor den Ärzten, den "Männern und Frauen mit den weißen Kitteln", selbst vor den routinemäßigen Untersuchungsterminen hatte ich ein ungutes Gefühl, verbunden mit Bauchschmerzen und großer Angst davor, wieder als Patient aufgenommen zu werden und lange Zeit da bleiben zu müssen, da die Werte und Leistungsfähigkeit meines Herzens schon von kleinauf äußerst schwach gewesen war! Jetzt bin ich mit der "Stadt" MH-Hannover vertraut! Auf die Toilette gehen zu müssen war mir ausschließlich mit dem "Stuhl-Klo" möglich, auch die Gehhilfe- und Stütze habe ich bis heute im Kopf behalten, die Krankenschwestern und Pfleger halfen mir auf die Beine, mein Körper war extrem schwach und ich wackelig auf den Beinen! Die sehr weiten und breiten Turnschuhe habe ich niemals vergessen können, in den seltensten Fällen durfte ich zusammen, mit der Hilfe der Krankenschwestern und Pflegern, aufstehen und nur wenige Schritte vor dem anderen zumindest versuchen zu gehen! Den Einlauf habe ich noch in Erinnerung, die Organe und der Darm konnten nichts mehr bei sich behalten, das Urin, welches nur noch mit dem Harnkatheter überhaupt möglich gewesen war, der Stuhlgang über die Bettpfanne, die zahlreichen Spritzen und Infusionen, die mir verabreicht worden waren, ja, selbst die seitlich angebrachten Knöpfe am Krankenbett ist mir in Erinnerung geblieben! Dass Bett hatte eine okka-Farbe, die Knöpfe waren grün umrandet mit okka-weiß. Blut auszuspucken und rauszuhusten, der extrem zähe Schleim von der Lunge, ich war an diesen Momenten psychisch weit unter dem Boden! Taschentücher, vielmehr der Mülleimer war voll mit den vollgeschleimten Taschentüchern, manchmal wurde er zweimal am Tag von einem Pfleger geleert. Öfter wurde ich von der normalen auf die Intensivstation mit dem Bett geschoben, tagsüber und nachts! Der Krankenpfleger hatte den damaligen Gesundheitszustand richtig eingeschätzt, ihm war die Lage viel zu heikel, alle 10 Sekunden fing ich zu dieser Zeit an stark zu husten, raus kam Blut und viel Schleim von der Lunge! Die Zeit im Krankenhaus hat meinen Lebensweg geprägt, was Sie nachvollziehen können, was ich Niemand in keinem Fall auch nur annähernd wünschen würde. Ich musste mich an die täglich vorgeschriebene Milliliter-Trinkmenge zwingend halten, heißt, schon alleine psychisch musste ich mich selbst dazu zwingen die Schmerzen waren extrem, bekommen hatte ich wenige "Lutschstäbchen" vom Pfleger, ummantelt mit einem Wattebäuschchen, in denen ganz wenig Wasser war!

Ich liebe "meine" Krankenschwestern- und Pflegern von ganzem Herzen, denn auch außerhalb ihres harten Dienstes, ferner langen Arbeitstages haben sie eben viel mehr für mich getan, als meine ehemaligen Freundinnen und Freunde es zu dieser Zeit vermochten, um den harten Weg auf der psychischen und seelischen Schiene durchzustehen! Die Krankenschwestern hatten mich durchweg liebevoll behandelt, fürsorglich, haben mir das Sprechen Stück für Stück und beinahe jeden Tag wieder beigebracht, mussten mich füttern, hatten mich jeden Tag gewaschen und des Weiteren mir auch die Zärtlichkeiten zukommen lassen, die mir gefehlt hatten und an schweren Momenten fehlen. Zärtlichkeiten, vollkommen egal wie klein sie auch sein mögen, können wie ein tröstendes Pflaster wirken! Zärtlichkeiten können auch in Worte beschrieben werden.  

Für wenige Tage und Wochen durfte ich nach Hause, die Feststation vom TCI-Kunstherz war logischerweise mit Strom betrieben, raus- und "mobil gehen" durfte ich ausschließlich mit Akkus, die seitlich in einer Tasche um meinen Hals an einem Tragegurt zu tragen waren, nichts habe ich von dieser Zeit vergessen können! Ich fühlte mich fortan wie eine Maschine, Strom an - ich lebe und funktioniere, Strom aus, - Sie können sich meine Worte, die ich an dieser Stelle verwenden möchte, vorstellen. Die Akkus hatten eine Lebensdauer von etwa 8 Stunden, dann waren sie auszuwechseln, in dem Fall musste ich mich abstöpseln. Zum Schlafengehen musste ich mich ab- und an die Stromleitung anstöpseln, mein Leben hatte ich zu dieser Zeit ausschließlich dem Strom zu verdanken. An einem Tag fiel der Strom zuhause aus und unsere Stromleitung hatte einen Kurzschluss, schon wieder Todesangst, ich wusste zu dieser Zeit nicht, dass das Kunstherz ein Notaggregat hatte, ein lauter Alarm ertönte und erst ein Nachbar hatte die Sicherung wieder instand gebracht! Eine dafür speziell ausgebildete TCI-Kunstherz "Cardio-Technikerin" war alle 3 - 4 Wochen zu Besuch bei mir zuhause und kontrollierte das Gerät nach seiner Funktionsfähigkeit. Frau Britta Bergmann, an den Namen kann ich mich wie gestern noch erinnern, sie kam aus Hamburg extra angereist, wie bei anderen Kunstherz-Patienten übrigens auch. Selbst mein Hausarzt wurde über das Kunstherz mehrere Male geschult und informiert, bei möglichen auftretenden Notfällen. Das Kunstherz war überaus komplex von der Bedienung und schwierig zu bedienen und er musste sich, wie meine Eltern und selbstverständlich ich ebenfalls in die Bedienungsanleitung erst durchlesen und für heikle Fälle sofort zur Verfügung stehen zu können! Ob die genannten aufgeführten Personen dies auch tatsächlich beherrschten, das möchte ich in den Raum stellen! Zumindest ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem Gerät, was nicht sein durfte, mein Leben war für die Zeit bis zur ersehnten und lebensrettenden Transplantation von ihm abhängig! 

Der Duschvorgang war nur mit einem speziell dafür entwickelten Duschsack, der um die Schultern zu tragen war, vorgesehen und dauerte in der Regel bis über 1,5 Sunden, da die raushängenden Stromkabel umwickelt werden mussten, vorzugsweise mit durchsichtiger Folie. Selbst das Duschen war überaus anstrengend und mühsam, stets war ich fix- und fertig, wenn ich mich mal duschen musste und wollte! Erst in der 4., oder 5. Woche Reha in Hessen wurde ich nach 3 1/2 Wochen mit dem Schlauch in einem Raum geduscht, dem Krankenpflegepersonal war der Umgang mit dem hoch komplexen Kunstherz vollkommen unbekannt, zu dieser Zeit hatte sich Niemand an mich herangetraut, mich zu waschen, daher nur mit dem Schwamm! Wohlgemerkt, das Kunstherz war abhängig vom Strom! Der Krankenpfleger hatte die Kabel jedoch nicht zwingend abgedichtet, hatte sich zu keinem Zeitpunkt die Bedienungsanleitung durchgelesen, die Cardio-Technikerin war unabkömmlich, sie war nicht angereist, hatte nicht mit dem Krankenpfleger telefoniert, eher er nicht mit ihr, aus diesem Grund ist erst später die lebensbedrohliche Streptokokken Infektion entstanden! 

Von Pflegestufe II habe ich mich runtergearbeitet auf Pflegestufe minus 10, es erfüllt mich mit großem Stolz und vergossenen Tränen, nach Nervenzusammenbrüchen und vielem Kummer. Damals gab es lediglich 3 Pflegestufen, möchte ich im Nachhinein betonen, Sie wissen es bestens und möchte Sie in dem Fall keineswegs aufklären! 

Frau Dr., ...ich besitze ohnehin multiple Traumata, schon alleine durch meine Krankheitsvorgeschichte seit der Geburt! Darin inbegriffen sind natürlich die furchtbaren Bilder auf der Intensivstation, unmenschliche Schmerzen gehabt, um Erlösung geschrien, Blut raus gehustet,... es waren MONATE Todeskampf, an das Überleben war zur dieser Zeit nicht zu denken! Wie überstehen Sie diese Zeit rein psychisch, können Sie sich auch nur annähernd da rein denken?! Es wird Ihnen nicht gelingen! Die Bilder und Schmerzen kommen von Zeit zu Zeit wieder, wache schweißgebadet auf, -... und ich lebe! Grotesk für Sie ist hierbei zu lesen, dass die äußerst schlimmen Krankheitszeiten in das "normale" Gedächtnis verschoben sind! Zwar gut erinnerbar, jedoch kaum noch zu empfinden. Es geht hierbei um meine schwere Posttraumatische Belastungsstörung, Ihnen möchte ich davon schreiben! Viele Symptome gehören hierzu, viele Gründe: 

In meiner Kindheit bin ich misshandelt worden, im Alter von 12 Jahren und als schwerbehindertes Kind! - Sie erinnern sich sicherlich noch an "Kevin" aus Berlin, der sich eingemischt hatte, um einen Streit zu schlichten? Oder an Tugce?  Die Medien hatten lange Zeit über die Fälle von den beiden Kriminalitätsopfern berichtet!

Beide Personen sind totgeprügelt worden! Auch in diesem Punkt sind meine Spuren tief! Darüber möchte ich aber nur mit meiner Psychotherapeutin vom WEISSER RING reden und bitte um Ihr Verständnis! Jahrelang, viel zu lange Zeit hatte ich geschwiegen und meinen Kummer für mich behalten. Hätte mir jemand geglaubt? Aus dem Grund hatte ich alles in mich aufgenommen, für mich alleine, die Psyche ist hierbei draufgegangen, zu dieser Zeit funktioniere ich nur, wie später mit dem Kunstherz! 

Ausgeliefert und hilflos hatte ich ihm ergeben! Was hatte ich denn ihm getan, dass er so eine Wut auf mich hat, mich zu schlagen?! Es stellte kein "Raufen" dar, um seine Kräfte in der Jugend zu messen - es war eine Misshandlung, mit tiefen psychischen Folgen! Mit der Zeit waren die Schläge "normal", habe sie über mich ergehen lassen, ich fühlte keinen Schmerz, es war mehr als ersichtlich, an meinem Körper, NIEMAND hatte eingegriffen! Die Psyche ist dabei jedoch draufgegangen! Ich habe mich zig Jahre nach der Schule versteckt, war alleine mit mir, fühlte mich dreckig und wie alle Opfer: Missbraucht, zu einem Zweck benutzt und weggeschmissen! Nur war mir dieser Punkt mit 12 Jahren nicht bewusst! Leider meinen Eltern auch nicht. Sie hätten SOFORT eingreifen MÜSSEN!!! Ihre Naivität bezahlte ich mit meinen Tränen, meinem Kummer, mit meiner geschlagenen und verprügelten Psyche, letztlich mit meinem Leben, was keines mehr war! 

Ich liebe meine Eltern, jedoch ist dieser tiefgreifender Punkt unverzeihlich... und nicht zu nachvollziehen! 

Durch ihn hatte ich des Öfteren grün- und blau geschlagene Arme, Hämatome an den Oberarmen und Prellungen am Körper! Einmal, so habe ich es in Erinnerung, trat etwas Blut aus und der Arm war so stark "abgehauen" und wund, dass das Blut rauskam. 

WARUM Niemand eingegriffen hatte, das kann ich Ihnen heute nicht mehr sagen und schreiben! Meine Klassenkameraden/-innen hatten, so ist meine Vermutung, selbst Angst vor ihm und hatten sich zurückgehalten, um nicht auch so behandelt zu werden, wie es in meinem Fall war! Die Klassenlehrerin machte nur ihren Job, sie konnte meine "abgehauene" Oberarme nicht sehen, wenn ich ein T-Shirt trug. Aber auffallen hätte ihr müssen, dass ich im Unterricht äußerst still war und kaum am Unterricht aktiv teilgenommen hatte! Seelische Schmerzen greifen tiefer, als oberflächliche Schmerzen zu sehen sind! 

Als Kind, dass geschlagen und misshandelt wird, hat man eben nicht das Selbstbewusstsein, Kraft  und Stärke, gleich zur Polizei zu gehen. Zumindest war das in meinem Fall so, ich hatte mich auch noch geschämt, für meine eigene Mißhandlung vom Täter, von diesem "Mit-" Schüler! Er hatte mich bedroht, hatte ebenso starke Freunde,... "Wenn du etwas sagst, dann...!" Erpresst hatte er mich mit wertvollen Mickey Mouse Heften, Lego Technik und anderem. Er war bei weitem kräftiger, schon älter und stärker als ich und dazu kommt, dass er 2 Schuljahre wiederholen musste. Ein Foto von ihm habe ich diesem Brief beigefügt! 

Und wenn es ihr Kind wäre? Sie wären natürlich SOFORT zur Klassenlehrerin gegangen und sie "freundlich" darum gebeten, dass "er" damit aufhören soll und MUSS! Vielleicht wären Sie auch SOFORT zur Polizei gegangen!? Klassenlehrerin, Polizei, Ermahnung, sofortiger Verweis von der Schule,... ich hatte mich jeden Tag vor ihm gefürchtet, gefehlt habe ich fast keinen Tag in der Schule! Mit Magenschmerzen zur Schule. Zugelassen hätten es meine Eltern auch nicht, dass ich fehle. 

In den Medien, wie Fernsehen und Zeitungen stehen solche Fälle. Ein Kind MUSS zwingend aufgefangen werden, ansonsten ist es stark Suizid gefährdet und in einer geschlossen Psychiatrie untergebracht! Die Ursachen, die Personen, die einem Leid angetan haben,... er lebte ohne jegliche Strafe und unbeschwert weiter und Gott sei Dank gingen wir unterschiedliche, schulische Wege und hatte ihn auch nicht mehr sehen müssen! Es änderte NICHTS an meinem Verstecken! 

Meine Eltern waren leider VIEL zu gutgläubig, "Das gibt sich bald wieder!", oder dergleichen - es war zu spät, die psychischen und seelischen Schäden sind da! Lange Zeit musste vergehen, um einen Schritt wieder ins Leben zu vagen, lange Zeit hatte ich geschwiegen und ihn gewähren lassen, ohne Anzeige und sofortiger Verweis von der Schule! Grüne und blaue Arme/Hämatome hatte ich, mit dem Ellenbogen ins Gesicht, in den Bauch und er hatte seine ganze Kraft an mir ausgelassen,- einem schwerbehinderten Kind, das schwächste Kind in der Klasse mit einem angeborenen Herzfehler! Ich habe noch ein Foto von ihm, Ihnen in dem Brief beigefügt. Ich habe viel zu lange geschwiegen! 

Meine Schwester hatte mich,... zu meiner Familie, sowohl meiner Mutter, inbegriffen mein Vater und Neffe möchte ich den Leserinnen und Lesern diesen Text und weitere Lebensschicksale verpixelt darstellen, auf Wunsch und vorheriger Genehmigung von mir den interessierten Leser(-innen) fernmündlich oder persönlich zukommen lassen! Auch hier war es ein Mißbrauchsfall, kurz: Mein Neffe hat stark darunter (meiner Schwester) gelitten, ich seit 30 Jahren! Ihnen, Frau Dr., ...ist der Text, vielmehr mein Brief und meine Worte an Sie seit der Zustellung des Briefes bestens bekannt. Die Verpixelung der Textpassage soll lediglich zum Schutz meines Neffens und meiner Mutter beitragen und ich bitte die Leser(-innen) meines Lebenswegs vielmals um Verständnis! Mein Neffe war sterbenskrank, durch meine Schwester, nur soviel! Auch Sie ist krank, nur sind die Krankheiten von meiner Schwester auf ihn übertragen worden, wir, meine Mutter und ich hatten eingegriffen, ich an erster Stelle! Mein Neffe war lebensbedrohlich erkrankt!

(Verpixelter "Word"-Text (als .jpg-Format) zu meinen weiteren Lebensschicksalen.)

11 Jahre habe ich für die berufliche Integration gekämpft, unter anderen hatte mir Herr Dr. Tecklenburg (Vorstand) seine mündliche Zusage zum Wiedereinstieg zugesagt - wie die anderen Vorstände (8 an der Anzahl, bei Bedarf lege ich Ihnen gerne die hervorragenden Beurteilungen aus den einzelnen Praktika vor!) und Personalchefs übrigens auch! Mein hoher Schwerbehindertenstatus beinhaltet eine Unkündbarkeit, den Arbeitgebern ist das Risiko einer vertraglichen Verpflichtung zu groß, ferner rechnen sie bereits im Voraus mit lang andauernden Arbeitsausfällen! Mich überhaupt kündigen zu können, würde für denjenigen Arbeitgeber äußerst schwierig und nur mit Genehmigung des Versorgungsamtes überhaupt möglich! Demnach ist es einfacher und bequemer, Integrationspraktika nach einer gewissen Zeit einfach auslaufen zu lassen - was seit über 11 Jahren durchweg geschehen war! Ferner "hätte" ich nach meinem Studium den vagen Anspruch auf ein höheres Entgelt. Die Möglichkeit, sich als Arbeitgeber vom Arbeitsmarkt freikaufen zu können, besteht weiterhin! Die Vorstellung, dass ab einer bestimmten Betriebsgröße eines Unternehmens 10% der Beschäftigen mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen sind bitte ich im vornherein zu vergessen, selbst die Hürde wird umgangen und als außenstehender Praktikant hat man verständlicherweise keinerlei Einsicht in die Personalakten. Daraufhin hatte ich unsere Gewerkschaft, die GdS, eingeschaltet, letztlich hatte sich der Personalrat dem guten "Ratschlag" des Betriebsrates gefügt und mein bislang ungekündigtes Angestelltenverhältnis bei der Krankenkasse wurde plötzlich in eine Teilzeitbeschäftigung umgemünzt. Wohlgemerkt, gekündigt bin ich zu keinem Zeitpunkt, ich muss dies und das Verfahren immer wieder ausdrücklich betonen! Als ich nach meiner glücklich überstandenen Herz-Transplantation wieder bei meinem ehemaligen Arbeitgeber beschäftigt werden wollte, wurde ich daraufhin in die Zuständigkeit der Deutschen Rentenversicherung abgegeben und anschließend wurde ich bei der Krankenkasse lediglich als Praktikant beschäftigt! Stets wenn das Ende des Praktikums nahte, hatte ich selbstverständlich bei demjenigen Arbeitgeber nach einer beruflichen Integration nachgefragt. Somit wäre eine große Last von meinen Schultern genommen worden. Den übrigen Rest der gescheiterten beruflichen Integration kennen Sie!  

Wohlgemerkt 11 ganze Jahre und ich habe mich mehr als kaputt um die berufliche Integration und Wiedereinstieg ins Berufsleben bemüht! Erfolg davon waren nur Lügen, Intrigen und Ausnutzen! Am Ende der Praktika teilten mir die Arbeitgeber mit "Wir wollten zwar, aber..."! Hoffnung und Zuversicht wurde mir mehrfach gegeben,... am Ende war da nichts, nur starke und bittere Enttäuschung und innerliche Wut! Und wenn Sie es wären, mit lediglich 28 Lebensjahren in die volle Erwerbsunfähigkeit "künstlich" geschickt, vielmehr abgeschoben zu werden - ist dieses Problem für Sie nicht erdrückend und zeigen großes Unverständnis für diese Behandlung?! Somit bin ich überaus "künstlich" in die volle Erwerbsunfähigkeit abgeschoben worden, dies, obwohl ich bis heute hart für mein monatliches Auskommen arbeiten kann, oder könnte! Daraufin möchte ich Ihnen schreiben, dass ich mir selbst eigenständig einen Weg gesucht hatte, um meine Existenz sinnvoll zu nutzen und auszukommen, mit sehr gutem Erfolg, wie nicht nur ich finde! Auch hier bin ich wieder und wieder aufgestanden! Und mehrere staatliche Instutionen geben mir in meinem Weg Recht. 

Es stellt eine BODENLOSE Frechheit dar, dass man als schwerbehinderter Mensch nur äußerst wenige, bis gar keine Chancen auf dem ersten, oder "zweiten" Arbeitsmarkt eingeräumt bekommt! Bei geringfügigen Beschäftigungen hatte ich erst nach den 11 Jahren beruflichen Integration und etlichen Praktika durchweg angesetzt, selbst bei Arbeitgebern, die einen geringfügigen Job zu vergeben haben, wird nach meinem lückenhaften Lebenslauf nachgefragt (Krankheitszeiten, Intensivstation, zig Integrationspraktika, etc.)! 

Und WENN Sie es wären?! Mit 28 Jahren ein neues Leben geschenkt bekommt zu haben und fortan in der "Rente" zu verweilen, wobei MIR die Möglichkeiten, schon allein wegen meines labilen Gesundheitszustandes ausgehen!?

Die Transplantation habe ich mir sehnlichst erhofft und gewünscht! Meinen harten Lebensweg jedoch weniger. Mein Leben besteht nur aus weiterkämpfen! Ich bin auf einem guten Weg! 

Wenn ich Sie darum bitten darf, bitte nehmen Sie meine schwere Posttraumatische Belastungsstörung, welche eine Depression mit sich bringt, ernster, als ein Vorhaben für einen Herzkatheter! Eine ausgeprägte "PTBS" beinhaltet unterschiedliche Krankheitsmerkmale und können unbehandelt zum Suizid führen! Sie verändert einen Menschen von Grund auf! Zur Herzkatheter-Untersuchung: Seit dem 5. Lebensjahr lasse ich die Katheter legen! Herr Dr. Hornig sagte, dass sämtliche Zugänge (Venen und Arterien) längst dicht und vernarbt sind! Der Letzte war mit vielen grünen- und blauen Stellen versehen!

Kein Wunder, wenn man die verstrichene Zeit von damals bis zur Gegenwart betrachtet. 

Ferner besitze ich eine Niereninsuffizienz von einem hohen Grad, das Kontrastmittel schädigt die Nieren und deren Kreatinin-Werte zusätzlich, inklusive der Immunsuppressiva! Sie sind Ärztin, ich kläre Sie hierüber keineswegs auf! 

Zu der Ihnen in Kurzform geschilderten PTBS und der Grund hierfür: 

Eine PTBS verläuft in jedem Fall chronisch! Und kein "Weisser Ring" kann mir die Bilder (Gesagtes, Stimmen, "sich geben", Gesichtsausdrücke, etc.) nehmen, geschweige denn diese Krankheit lindern! Von der Täterin bin ich missbraucht worden, so ist mir gesagt worden. Hätte ich bei ihr übernachtet, so wie ich es an 4-5 Tagen getan hatte, an den wenigen Tagen, wo ich anwesend war, wäre ich jetzt nicht mehr in der Lage, Ihnen diesen Brief zu schreiben! "Ihre" Krankheitsvorgeschichte ist mir erst jetzt bekannt - und sie hatte Vieles mir verschwiegen. Ich kannte sie aus der Kindheit her, wir waren zusammen aufgewachsen und hatten selbst die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten, unterschiedliche Jahrgänge, miteinander absolviert. Den Kontakt zueinander aber hatten wir seit über sehr langer Zeit verloren! 

Sie litt seit Jahren(!) an multiplen Psychosen und war schizophren! Entlassen wurde sie aus der Psychiatrie in unserer Region mit "leichten Depressionen"! Schon daran erkennt man, dass eine fehlerhafte Diagnose festgestellt worden war! In Morigen hatte sie sich das Leben genommen und erhängt, trotz Videoüberwachung und Tonbandaufnahmen! 

Wissen Sie, was sie mir hinterlassen hat, psychisch, seelisch und körperlich? Nicht annähernd. 

Auf der Homepage "www.ptbs-maennergruppe.de" können Sie gerne meine Worte nachlesen, mit einem kurzen Film von RTL-Nord! 

Es wäre mein Wunsch, wenn Sie mich nicht noch zusätzlich unter Druck setzen würden. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass es um mein eigenes Leben geht! Jeden Tag raffe ich mich auf. Eine ausgeprägte PTBS verändert einen Menschen, nicht zum Guten oder überaus Glücklichen, dafür aber zum Zerbrochenen! 

Ferner möchte ich zu Prograf wieder zurück! Ihnen ist eine Blutprobe zugesandt worden und sofern der Zuckerspiegel gesunken ist, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Sie ihr o.K. zur Umstellung geben würden! 

Frau Dr., ...ich danke Ihnen! 

Mit freundlichen Grüßen

 

Martin Heinze

Langelsheim/Astfeld, 30.10.2016 

Anlage(n): Artikel im "Extra am Mittwoch"